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    „Pojechali“: Russland schickt erstmals Roboter „Fedor“ ins All – Video

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    Der russische anthropomorphe Roboter „Fedor“ ist erstmals mit dem Raumschiff „Sojus MS-14“ ins All gestartet.

    Der Start der Trägerrakete „Sojus-2.1a“ fand am Raumbahnhof Baikonur in Kasachstan statt. Kurz vor seinem Start wiederholte „Fedor“ (Abkürzung für Final Experimental Demonstration Object Research) das geflügelte Wort des ersten Menschen im Weltraum, Juri Gagarin: „Pojechali!“ („Los gehtʻs!“).

    Nach acht Minuten und neun Sekunden gelangte der Roboter in die Flugbahn und nahm Kurs zur ISS. Seitdem kann er als Kosmonaut gelten, weil er die angenommene Grenze in einer Höhe von 100 Kilometern über der Erde geknackt hat.

    Die Rakete „Sojus MS-14“ wird zwei Tage lang zur ISS fliegen. Die Annäherung und Ankopplung an das Modul „Poisk“ („Suche“) des russischen Stationssegmentes soll automatisch am 24. August um 08:30 Uhr (Moskauer Zeit) erfolgen.

    Der Roboter „Fedor“ soll sich 17 Tage lang in der Laufbahn aufhalten. Am 6. September um 21:13 Uhr soll sich das Schiff abkoppeln und seine Rückkehr von der Laufbahn beginnen. Das Schiff mit „Fedor“ an Bord wird am 7. September um 00:35 Uhr (Moskauer Zeit) in Kasachstan erwartet.

    Dies ist der erste Flug eines anthropomorphen Roboters in den Weltraum sowie der erste Start mit dem Einsatz der neuen Rakete „Sojus-2.1a“, die ein russisches Digital-Steuerungssystem besitzt und die derzeit genutzte Rakete „Sojus-FG“ mit einem analogen ukrainischen Steuerungssystem ersetzen soll.

    Der Roboter Fedor wurde von der Forschungs-Produktions-Vereinigung „Android-Technik“ unter Mitwirkung des Russischen Fonds für aussichtsreiche Forschungen entwickelt und gebaut.

    ak/sb/sna

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    Tags:
    Baikonur, Kasachstan, Roboter, Weltraum, Russland