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    Polizei am Tatort in Moabit

    Kopfschuss-Mord in Berlin-Moabit: Jugendliche überführten mutmaßlichen Killer

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    Nach den tödlichen Schüssen auf einen Mann in Berlin-Moabit dauern die Ermittlungen weiter an. Dass die Polizei den Täter überhaupt festnehmen konnte, ist nach Informationen der „Berliner Zeitung” zwei Jugendlichen zu verdanken.

    Die Berliner Staatsanwaltschaft und die Mordkommission, die sich mit dem Tathergang befassen, gehen demnach inzwischen von einem politisch motivierten Auftragsmord an dem Tschetschenen Zelimkhan K. aus, der einen georgischen Pass besitzt.

    Nach Erkenntnissen der Behörden war der mutmaßliche Täter am Freitagmittag mit Perücke getarnt. Zwei 17-Jährige beobachteten ihn zufällig bei der Flucht sowie der Entsorgung seiner Kleidung und seines Fahrrads. Daraufhin alarmierten sie die Polizei. Wenige Stunden nach der Tat erfolgte die Festnahme.

    Auftragsmord vermutet

    Die Attacke auf den 40-jährigen Tschetschenen ereignete sich am Freitagmittag gegen 12 Uhr im Kleinen Tiergarten in Berlin-Moabit. Der Mann wurde mit zwei Kopfschüssen tödlich verletzt. Nach unbestätigten Berichten Berliner Medien soll er einer Anti-Terrorabteilung des georgischen Innenministeriums angehört haben und war 2012 angeblich Teilnehmer an einer Operation gegen islamistische Geiselnehmer in der Lopota-Schlucht. Die Tat sei womöglich eine Rache für diese Aktion gewesen, schreibt die „B.Z.”.

    Die Berliner Staatsanwaltschaft erließ am Samstag wegen Mordes einen Haftbefehl gegen den tatverdächtigen Russen. Er sitzt in Untersuchungshaft.

    jeg/ae

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    Tags:
    Jugendliche, Ermittlungen, Mord, Mann, Berlin