20:37 21 Februar 2020
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    Ein tödlicher Messerangriff auf einen Jungen in einem Migrantenlager auf der Insel Lesbos hat für Entsetzen bei der Uno gesorgt. Im Zusammenhang mit dem Zwischenfall am Wochenende hat der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Griechenland Kritik an der Lage auf den Inseln im Osten der Ägäis geübt.

    „Die Nachricht vom Tod des Jungen hat mich schockiert”, sagte Philippe Leclerc am Montag.

    Das Registrierlager von Moria auf Lesbos, wo mittlerweile mehr als 8500 Flüchtlinge ausharren, sei laut Leclerc „kein Ort für Kinder”. Er rief anschließend die Regierung in Athen dazu auf, eine sichere Unterbringung der Minderjährigen zu organisieren.

    Das UN-Hilfswerk sei bereit, einen Beitrag dazu zu leisten. Vor allem für Kinder und Jugendliche sei die Situation auch in den anderen Registrierlagern auf den Inseln Chios, Samos, Leros und Kos schlimm, so Leclerc.

    Im Flüchtlingslager Moria war am Samstag ein 15-jähriger Afghane bei einer Auseinandersetzung mit mehreren Minderjährigen mit einem Messer getötet worden. Zwei weitere Beteiligte erlitten Verletzungen. Der mutmaßliche Täter wurde laut Polizei festgenommen.

    jeg/ae/dpa

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    Tags:
    UNHCR, Messerangriff, Junge, Migranten, Griechenland, Lesbos