01:45 19 September 2020
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    Die Bundesregierung hat ein viertes Kind von IS-Anhängern nach Deutschland gebracht. Das Mädchen wurde nach DPA-Informationen mit einem Ambulanzflug in die Bundesrepublik geflogen.

    Die „Bild”-Zeitung berichtete am Montag zuerst. Ihr zufolge ist das zehn Monate alte Baby Sofia zur Behandlung in ein Krankenhaus nach Berlin gekommen und soll dann von Verwandten betreut werden.

    Das kranke Baby war zusammen mit drei Waisenkindern aus dem Flüchtlingslager Al-Hol in Syrien in das nordirakische Kurdengebiet gebracht worden, musste dort aber erst gesundheitlich stabilisiert werden.

    Die Bundesregierung arbeitet nach den Worten von Außenminister Heiko Maas (SPD) unter schwierigen Bedingungen daran, weitere Kinder von IS-Kämpfern nach Deutschland zu holen.

    „Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch weitere Kinder Syrien verlassen können”, hatte Maas in Berlin gesagt.

    Im Nordosten Syriens sollen sich nach Angaben des Rojava Information Center (RIC) 117 Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit befinden. Dazu kämen 21 Kinder von Deutschen, die aber keine deutsche Staatsangehörigkeit hätten, sowie Dutzende Frauen und 66 Männer, von denen mehr als 40 an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen sein sollen. Die Bundesregierung sprach zuletzt von 68 Frauen aus Deutschland und mehr als 120 Kindern.

    *Terrororganisation, in Russland verboten.

    ai/dpa

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    Tags:
    Deutschland, Kinder, IS