11:03 29 November 2020
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    Die Folgekosten sämtlicher Verkehrsmittel haben sich im Jahr 2017 in Deutschland einer neuen Studie zufolge auf rund 149 Milliarden Euro belaufen. Das zeigt eine Studie des Züricher „Infras“-Instituts im Auftrag des Verkehrsbündnisses „Allianz pro Schiene“.

    „Sie gehen zu Lasten anderer Menschen, der Umwelt und künftiger Generationen“, teilte am Montag der Verein „Allianz pro Schiene“ mit. „Zu den externen Kosten zählen alle negativen Auswirkungen der Mobilität, für die nicht die Verkehrsteilnehmer selbst bezahlen.“ Darunter verstehen die Studienautoren etwa Kosten, die durch Klima und Umweltschäden entstehen, oder durch die Folgen von Unfällen.

    „Eine Verkehrsverlagerung hin zu umweltfreundlichen Verkehrsträgern“ fordert der Geschäftsführer des Vereins, Dirk Flege: Eine „verschleppte Verkehrswende“ sei viel teurer als ein „deutliches Umsteuern“.

    ​Für fast 95 Prozent der Kosten sei der Straßenverkehr verantwortlich. Hier sind es der Studie zufolge vor allem die zahlreichen Unfälle, die die finanzielle Belastung für die Allgemeinheit nach oben treiben. Um diese zu beziffern, beriefen sich die Studienautoren auf Berechnungen des Umweltbundesamts sowie der Europäischen Kommission.

    ​Der Schienenverkehr ist laut der Studie für 3,8 Prozent der Kosten verantwortlich, der Luftverkehr für 0,9 Prozent. Allerdings wurden hierbei - aus methodischen Gründen, wie es hieß - nur inländische Flüge berücksichtigt, keine grenzüberschreitenden.

    pal/dpa

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    Tags:
    Umweltbelastung, BMVI, Verkehr, Zugverkehr, Autoverkehr, Deutschland