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    Polizisten im Bezirk Moabit, Berlin am 23. August 2019

    „Nichts mit Russland zu tun“: Moskau kommentiert Mord an Georgier in Berlin

    © AFP 2019 / Christoph Soeder / dpa
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    Kremlsprecher Dmitri Peskow hat am Mittwoch den Medien zufolge gesagt, dass es keine Verbindungen zu offiziellen Stellen in Moskau wegen der Todesschüsse auf einen Georgier in Berlin gebe. Für weitere Informationen verwies der Pressesprecher des Präsidenten Wladimir Putin auf das Außenministerium in Moskau.

    „Dieser Fall hat natürlich nichts mit dem russischen Staat und seinen Behörden zu tun“, sagte Dmitri Peskow.

    Nach Angaben des russischen Außenministeriums liegt noch keine Bestätigung vor, dass es sich bei dem Täter um einen Russen handele. Dies erklärte die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

    Die russische Botschaft in Deutschland verfügt bisher über keine Beweise, dass der des Mordes an einem georgischen Bürger verdächtigte und festgenommene Mann ein Russe sei.

    Es werden die Details der Festnahmeumstände ermittelt. „Ich habe extra versucht zu klären, ob jemand Dokumente gesehen hat, die die russische Staatsbürgerschaft dieses Menschen belegen. Bislang werden nur Kopien von Dokumenten gezeigt. Vertreter Russlands hätten bislang keine Originaldokumente gesehen“, erklärte Sacharowa bei einem Briefing am Mittwoch.

    Sie ergänzte, dass aktuell „die primäre Anfrage und der Erhalt von Informationen sowie alle erforderlichen Handlungen erfolgen, die die russischen Diplomaten beim Erhalten von Informationen hinsichtlich dessen unternehmen müssen, dass ein russischer Bürger oder möglicherweise russischer Bürger irgendwo festgenommen wurde und die Gewährung von konsularischer Hilfe benötige“.

    Die russische Botschaft in Berlin stehe in Kontakt mit den deutschen Ermittlern, sagte Sacharowa.

    Zuvor hatte die Berliner Polizei berichtet, dass am Freitagnachmittag ein unbekannter Radfahrer einen Menschen im Bezirk Moabit erschossen hätte. Nach Angaben der Zeitung „Berliner Kurier“ soll der tödlich am Kopf verwundet worden sein.

    Wegen des Verdachts auf Mord an einem vierzigjährigen Tschetschenen mit georgischer Staatsangehörigkeit im Berliner Bezirk Moabit sei ein 49-jähriger Russe festgenommen worden. Nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft seien „Mordwerkzeug und vermutlich ein Fahrrad entdeckt worden, auf dem der Verdächtige versuchte, zu verschwinden“. Der Verdächtige ist verhaftet worden. Die russische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland ist mit den deutschen Strafverfolgungsbehörden hinsichtlich des Mordes des georgischen Bürgers in Berlin im Kontakt, es werden die Details des Vorfalls ermittelt.

    ek/sb/dpa/sna  

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    Tags:
    Mord, Georgien, Staatsbürgerschaft, Festnahme, Berlin-Moabit, Dmitri Peskow, Maria Sacharowa, Außenministerium Russlands, Kreml