Widgets Magazine
01:32 12 November 2019
SNA Radio
    Diktat (Symbolbild)

    Die als schwer geltende Sprache Russisch spielend lernen – Bundescup in Falkensee

    CC0
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Von
    15991
    Abonnieren

    Am 3. September startet in Falkensee die regionale Runde des bundesweiten Sprachwettbewerbs Bundescup „Spielend Russisch lernen“. Die zehn Schülerteams der besten Russischlerner aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt werden aufeinandertreffen, um die Finalisten auszuspielen, die Anfang November im Europa Parcours den Gewinner ermitteln werden.

    Der Wettbewerb gehört nach den Worten von Sebastian Nitzsche, dem stellvertretenden Geschäftsführer des Deutsch-Russischen Forums, der den Wettbewerb an der Gesamtschule Immanuel Kant eröffnen wird, zu einem der nachhaltigsten Projekte des Vereins im bilateralen Austausch. „Am wichtigsten ist für uns die Jugendarbeit und die Sprachförderung“, sagte er im Sputnik-Interview.

    „Denn wir stellen immer wieder fest“, fuhr er fort, „dass es in Deutschland leider eine rückgängige Tendenz in Bezug auf das Interesse an der russischen Sprache gibt. Und wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, über die letzten zwölf Jahre hinweg über 50.000 junge Deutsche, Schülerinnen und Schüler, dazu zu gewinnen, sich mit der russischen Sprache zu befassen.“

    Warum ist das Interesse am Erlernen der russischen Sprache zurückgegangen?

    Nitzsche meint, dass das Angebot an Russischunterricht leider stagniere. „Es wird einfach wenig an den Schulen angeboten, Russisch als Fremdsprache zu erlernen. Zum anderen liegt es auch daran, dass es andere Interessenfelder bei den jungen Menschen gibt. Man blickt mehr auf den europäischen, amerikanischen und asiatischen Raum. Und da ist es für uns als Deutsch-Russisches Forum eine wichtige Aufgabe, dass die jungen Leute den Blick auf unseren Nachbarn Russland nicht verlieren. Und das versuchen wir mit diesem Programm der Sprachförderung ,Spielend lernen‘.“

    Insgesamt werden in den nächsten acht Wochen 16 Ausscheide in zehn Bundesländern ausgespielt, dazu je einer in Österreich und der Schweiz. Die Konzeption dieses Wettbewerbs findet auch Matthias Platzeck, der Vorstandsvorsitzende des Deutsch-Russischen Forums e.V., einzigartig, „weil er jungen Menschen die Möglichkeit bietet, einen spielerischen Zugang zu dieser als schwer geltenden Sprache zu gewinnen“. Allein in diesem Jahr nahmen rund 4.200 Schülerinnen und Schüler aus 202 Schulen in drei Ländern an ihm teil.

    Ein wichtiger Aspekt des Bundescups „Spielend Russisch lernen“ ist die Integration von drei Zielgruppen: zum einen die Jugendlichen, die Russisch als Muttersprache mit nach Deutschland gebracht haben, dann die Schülerinnen und Schüler, die Russisch in der Schule lernen, und diejenigen, die praktisch noch keine Erfahrung mit dem Russischen haben.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Deutschland, Russland, Wettbewerb, Sprache