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13:05 19 Oktober 2019
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    Luftabwehrsystem des Typs S-300 auf dem Testgelände Aschuluk (Archivbild)

    Um des Realismus willen: US-Luftwaffe will S-300-Attrappen kaufen

    © Sputnik / Kirill Kallinikow
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    Die US-Luftwaffe will zwei Attrappen der selbstfahrenden Flugabwehrsysteme S-300 kaufen. Dies berichtet das Webportal „The Drive“ unter Verweis auf das Air Force Materiel Command.

    Die „High-Fidelity-Surrogate SA-20“ sollten demnach nicht nur das Aussehen sondern auch elektrooptische, infrarote und Radar-Signale der russischen Flugabwehrsysteme S-300PMU-1 und S-300PMU-2 nachahmen. Sie seien notwendig, um realistische Trainingsübungen und Tests auf dem Übungsgelände Utah Test and Training Range (UTTR) zu unterstützen und „kognitive Fähigkeiten“ von Flugzeugbesatzungen zu trainieren.

    Eine Mitteilung des Air Force Materiel Command beinhalte ein Bild, welches das System S-300 auf dem Fahrgestell des vieraxigen Lastkraftwagens MAZ-7910 zeige.

    Zwei Personen sollten in der Lage sein, eine Attrappe innerhalb von 30 Minuten für den Transport zu jedem beliebigen Ort vorzubereiten oder sie nach der Ankunft einzurichten.

    Das Portal verweist darauf, dass „eine Reihe potenzieller Gegner der USA, darunter Iran und Syrien“, Luftabwehrsysteme S-300 betreiben.

    Die US-Streitkräfte seien ständig bestrebt, Trainingsübungen so realistisch wie möglich zu gestalten, damit die Soldaten imstande seien, Bedrohungen und Gefahren zu erkennen und darauf zu reagieren. Der Realismus sei auch bei der Bewertung neuer Systeme durchaus wichtig, unter anderem beim Training von Gegenmaßnahmen, die von Flugzeugen getroffen würden.

    Die US-Luftwaffe habe authentische Systeme S-300 bereits erworben – diese würden auf dem Testgelände im US-Bundesstaat Nevada stationiert. Der Einsatz dieser Waffensysteme bei den Übungen sei jedoch unzweckmäßig: Ihre Wartung sei kompliziert, und sie seien zu wertvoll, um bei den Übungen tatsächlich zerstört zu werden. Die Attrappen seien also kostengünstiger als die tatsächlichen Flugabwehrsysteme.

    Zudem setze die US-Armee seit längerem das System Joint Threat Emitter (JTE) ein, das eine Vielzahl von Radarsignalen simuliere. Allerdings seien diese nicht realistisch genug, um Piloten bei der Suche und dem Treffen der Ziele auszubilden.

    Aus Unterlagen des Air Force Materiel Command gehe hervor, dass die US-Luftwaffe versuche, Ersatzsysteme mit realen Flugabwehrkomplexen oder mit JTE-Systemen zu kombinieren, um einen größeren simulierten S-300PMU-1/2-Standort zu schaffen.

    Bei diesem realen Flugabwehrsystem könnte die Rede von einem „mobilen Radar“ sein, der im Januar 2019 heimlich von der Ukraine geliefert worden sei, schreibt der Verfasser des Artikels. Außerdem habe die U.S. Army einen Radar des Typs 36D6M1-1 von der Ukraine übernommen, der mit der S-300-Serie verbunden sei.

    asch/gs

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    Tags:
    Attrappen, Fla-Raketensystem S-300, S-300, S-300, Russland, USA