06:23 07 Juni 2020
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    Im Hamburger Hafen soll künftig die weltweit größte Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage mit einer Leistung von 100 Megawatt entstehen. Die Gespräche mit potenziellen Kunden und Investoren sind laut dem Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann bereits weit vorangeschritten. Dies berichtet die dpa.

    „Ich will einen solchen Leuchtturm hier in Hamburg und in Norddeutschland sehen“, so Westhagemann (parteilos). Der Bau der Anlage wird dem Senator zufolge einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Die Fördermittel werden vom Bund und der EU erwartet, wobei Hamburg die notwendige Fläche bereitstellen will.

    Es sind allerdings die Energiewende und die Klimapolitik, die die Idee des Senators vorangetrieben haben. Eine gemeinsame Wasserstoffstrategie der Nord-Länder ist bereits in Arbeit. Da Wasserstoff regenerativ mit Offshore-Windstrom auf See oder an Land erzeugt, in Kavernen gespeichert oder unmittelbar verwendet werden kann, könnten die auf der Nordsee erzeugten Strommengen effektiver genutzt werden. Noch in diesem Jahr soll die finale Entscheidung über den Bau der Anlage fallen.

    Eine 100-Megawatt-Elektrolyse zur Herstellung von Wasserstoff wäre damit eine neue technische Dimension. Die bislang größten Anlagen leisten allenfalls zehn Megawatt. Eine solche Elektrolyse würde nach Angaben des Anlagenbauers Siemens ungefähr zwei Tonnen oder 22.000 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde produzieren. Mit dieser Stundenproduktion könnte zum Beispiel ein Auto 200.000 Kilometer weit fahren, ein Lkw 25.000 Kilometer. Größere Anlagen werden bislang auch durch die regulatorischen Rahmenbedingungen ausgebremst wie die Umlage für erneuerbare Energien und die Netzgebühren.

    dpa/lk/mt

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    Tags:
    Klima, Wasserstoff