01:57 29 März 2020
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    Aus Protest gegen die Rentenreformpläne von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sind Beschäftigte der Pariser Metro und der Nahverkehrsbetriebe am Freitag massenhaft nicht an ihren Arbeitsplätzen erschienen. Das teilte die Zeitung „Le Figaro“ unter Berufung auf den staatlichen Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs in Paris (RATP) mit.

    Demnach stehen zehn der 16 U-Bahn-Linien komplett still. Auf vier weiteren Linien fuhren nur zu den Hauptverkehrszeiten Züge. Zudem blieben einige Stationen geschlossen. Auch der Bus- und Straßenbahnverkehr seien eingeschränkt. Bei bestimmten Vorortzügen sei es zu deutlichen Einschränkungen gekommen.

    Nach Angaben des Betreibers wird die Wiederaufnahme des Verkehrs ab 20.00 Uhr MESZ nur bei zwei automatischen Linien angekündigt, auf denen führerlose Züge fahren. Rund um die Hauptstadt bildeten sich Staus von mehr als 200 Kilometern Länge. Die Nahverkehrsgesellschaft RATP hatte die Passagiere dazu aufgefordert, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten.

    Wie es weiter heißt, handele es sich hierbei um den größten Streik der Verkehrsarbeiter in Paris seit 2007. Indes sprechen die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe selbst von einem „ersten Warnschuss“ gegen die Rentenpläne der Regierung. 

    • Streiks im Nahverkehr, Paris
      Streiks im Nahverkehr, Paris
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    Streiks im Nahverkehr, Paris

    Rentenreform in Frankreich

    Frankreichs Regierung will mit der großen Rentenreform die Zersplitterung in Einzelsysteme für bestimmte Berufsgruppen beenden. Arbeitnehmer sollen auch dazu gebracht werden, länger zu arbeiten. Die Regierung rechnet damit, dass das Parlament Anfang 2020 über die Rentenreform abstimmt.  

    Die Gewerkschaften fürchten jedoch Einschnitte beim Rentensystem für die RATP, das seit Gründung der Gesellschaft 1948 Bestand hat. Die Mitarbeiter des Unternehmens gingen zuletzt im Schnitt mit knapp 56 Jahren in den Ruhestand – das gesetzliche Renteneintrittsalter liegt in Frankreich bei 62 Jahren.

    ns/sb

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    Tags:
    "Le Figaro", Gewerkschaften, U-Bahn, Streik, Rentenreform, Emmanuel Macron, Frankreich