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13:48 13 November 2019
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    Polizei, Deutschland (Archiv)

    Nach Razzien in Norddeutschland: Drei Syrer in Haft, kriminelle Vereinigung überprüft

    © AFP 2019 / Uli Deck / dpa
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    Drei Männer sind laut der Oberstaatsanwältin Dr. Stephanie Gropp von der Flensburger Staatsanwaltschaft nach zahlreichen Durchsuchungen am Mittwoch bereits in Untersuchungshaft. Der Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung wird überprüft, der Verdacht auf Terrorfinanzierung steht ebenso im Raum.

    Das teilte Dr. Gropp am Freitag gegenüber Sputnik mit. Am Donnerstag waren es noch zwei Beschuldigte, gegen die Haftbefehle erlassen wurden. 

    Zuvor berichtete die dpa unter Verweis auf die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt, dass Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch 16 Objekte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung durchsucht hätten. Insgesamt gibt es elf Beschuldigte, denen vorgeworfen wird, sich zwischen Dezember 2018 und Juli 2019 gewerbsmäßig und organisiert zu illegalen Geldgeschäften verabredet zu haben. Sie sollen das Geld ins Ausland verschoben und dafür Provisionen kassiert haben. Die drei Männer syrischer Herkunft wurden in Schleswig-Holstein und Hamburg festgenommen.

    Polizei in Deutschland (Symbolbild)
    © AFP 2019 / DPA / FLORIAN KATER
    Man wisse aber noch nicht genau, so Gropp weiter gegenüber Sputnik, wo die Gelder herkommen würden und wer für den Transport zuständig gewesen sei. Es handle sich um etwa 250.000 Euro. Sämtliche Laptops und Handys der Beschuldigten seien beschlagnahmt worden, man hoffe anhand der Auswertung Aufschluss zu bekommen, woher das Geld gekommen sei. Erst danach könne man Auskunft darüber geben, ob es wirklich Terrorfinanzierung gewesen sei oder nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es reine Spekulation. Der Gedanke stehe aber im Raum, weil die Beteiligten überwiegend aus Syrien stammen würden und die Geldsumme groß sei. 

    Auf die Frage nach den statistischen Daten zu potenziell islamistischen Gefahren antwortete Gropp, dass es in Schleswig-Holstein keine solchen Daten zu Untersuchungen wegen islamistischer Tätigkeiten gebe. In Hamburg hatte die Bundesanwaltschaft Anfang August vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg Anklage gegen den irakischen Staatsangehörigen Shahin F., den irakischen Staatsangehörigen Hersh F. sowie den irakischen Staatsangehörigen Sarkawt N. erhoben. Sie sind verdächtig, eine schwere staatsgefährdende, islamistisch motivierte Gewalttat vorbereitet und in diesem Zusammenhang gegen das Sprengstoffgesetz verstoßen zu haben. 

    lk

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    Tags:
    Terrorfinanzierung, Razzia, Deutschland