08:51 06 Dezember 2019
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    Das Flüchtlingslager Rukban - über 70.000 Menschen in der Wüste

    Syrien: Uno-Evakuierungsbusse zum Flüchtlingscamp Rukban nicht zugelassen

    © AP Photo / Raad Adayleh
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    Die „Administration“ des Flüchtlingslagers Rukban in der vom US-Militär besetzten Zone At-Tanf in Syrien hat Busse der Uno zur Evakuierung von Flüchtlingen nicht zugelassen. Das teilte der Leiter des russischen Versöhnungszentrums in Syrien, Generalmajor Alexej Bakin, am Freitag gegenüber Journalisten mit.

    „Die von illegalen bewaffneten Formationen kontrollierte sogenannte Administration des Lagers hat eine Erklärung abgegeben, die Zufahrt von UN-Bussen zur Evakuierung von zeitweilig vertriebenen Personen, die Rukban verlassen wollen, auf das Territorium des Lagers abzulehnen“, so Bakin.

    Da die Bevölkerung des Lagers keine Möglichkeit habe, ohne Abstimmung mit dem Kommando der illegal bewaffneten Formationen das Camp zu verlassen, werde diese Erklärung als ein weiterer Beweis für die Absicht der Extremisten bewertet, die Flüchtlinge in Rukban als „lebendiger Schutzschild“ zu nutzen.

    Zudem rief Bakin das US-Kommando in der Zone At-Tanf dazu auf, Einfluss auf die von ihnen kontrollierten Formationen auszuüben und zur Evakuierung der Flüchtlinge durch die Uno beizutragen.

    Flüchtlingscamp Rukban

    Der US-Militärstützpunkt At-Tanf befindet sich in der Nähe des gleichnamigen Grenzüberganges an der Grenze zu Jordanien. Das Flüchtlingscamp Rukban liegt in der 55-Kilometer-Zone um die US-Militärbasis. Russische Militärs sowie Vertreter des russischen und des syrischen Außenministeriums haben mehrmals darauf verwiesen, dass die Lage im Lager einer humanitären Katastrophe ähnele.

    ns/sb/sna

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    Tags:
    Russland, USA, Uno, Evakuierung, Flüchtlingslager, Versöhnungszentrum, Alexej Bakin, Syrien