20:04 07 Dezember 2019
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    Friede Springer, Witwe des Verlegers Axel Springer (Archivbild)

    Wenn das gedruckte Wort Gold wert ist – so reich sind Deutschlands Medienmenschen

    © AP Photo / Fritz Reiss
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    Ist man Eigentümer eines großen Verlagshauses oder glücklicher Erbe eines solchen, hat man in Deutschland gute Chancen, sich im elitären Kreis der Superreichen wiederzufinden. Wie reich die Mediengrößen sind, zeigt eine Auswertung des Magazins „Bilanz“. Wer seine Brötchen als Journalist verdient, braucht aber nicht vom großen Geld zu träumen.

    Friede Springer ist reich – sehr reich. Die Witwe des Verlegers Axel Springer ist mit einem Vermögen von aktuell 4,8 Milliarden Euro nicht nur die reichste Frau der deutschen Medienbranche, sondern führt dieses Ranking auch als absolute Spitzenreiterin mit deutlichem Vorsprung an. Die Goldgrube Springer-Konzern hat jedoch nicht nur für die Großaktionärin Friede Springer ein attraktives Sümmchen zu bieten – auch die Springer-Erben Axel Sven und Ariane Springer können sich über ein komfortables finanzielles Polster freuen und 2019 sogar noch zulegen. Durch den Verkauf von Springer-Aktien konnten die Enkel des Verlagsgründers ihren Privatbesitz von 200 auf 350 Millionen Euro (Axel Sven Springer) bzw. von 150 auf 250 Millionen Euro (Ariane Springer) erhöhen.

    In den Top-Rängen der superreichen Medienmenschen reihen sich hinter Friede Springer zwei weitere Frauen ein. Mit einem Vermögen von 3,5 Milliarden Euro liegen Yvonne Bauer und ihre Familie, Eigentümer der Bauer Media Group (Bravo) auf Rang zwei. Liz Mohn, Anteilseignerin von Bertelsmann (RTL, Gruner + Jahr) folgt an dritter Stelle mit 3,35 Milliarden Euro. Dahinter Reihen sich die Familie Hubert Burda (Hubert Burda Media, Xing) mit 3,25 Milliarden Euro, Stefan Holtzbrinck und Monika Schoeller (beide Holtzbrinck-Verlag) mit jeweils 1,45 Milliarden Euro, die Familie Johannes Mohn (Bertelsmann) mit 1,30 Milliarden Euro und Otto-Versandhauserbe Frank Otto mit 1 Milliarde Euro ein. Damit sind acht Geschäftsleute bzw. Geschäftsleute und deren Familien im deutschen Medien-Business derzeit mit ihrem Vermögen oberhalb der Milliardenschwelle.

    Wer nun als Journalist oder Redakteur von dem ganz großen Geld träumt, wird hingegen enttäuscht. Der Stellenmarkt ist hart umkämpft, Festanstellungen sind immer rarer. Doch selbst mit einer solchen braucht ein Journalist hierzulande nicht von Reichtum zu träumen. Laut dem Portal „karrieresprung.de“ liegen die Brutto-Einkommen für Berufseinsteiger bei 2100 bis 3300 Euro monatlich. Mit mehreren Jahren Berufserfahrung können die Gehälter anschließend auf 2600 bis 4200 Euro im Monat steigen. Etwas optimistischer sind die Zahlen vom LohnSpiegel (2017), auf die sich das Portal „Meedia“ beruft. Demnach liegt das monatliche Brutto-Einkommen eines festangestellten Journalisten bei 4277 Euro, das eines Redakteurs bei 3844 Euro.

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