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16:22 19 Oktober 2019
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    Berliner versteckt tote Mutter im Keller – Vermutlich, um Rente zu kassieren

    CC0 / Sabine van Erp / Pixabay
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    Ein Mann in Berlin soll seine Mutter zwei Jahre in einem Keller versteckt und ihre Rente kassiert haben. Gegen ihn sind Ermittlungen wegen mutmaßlichen Leistungsbetrugs eröffnet worden, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch mitteilte.

    Die Frau sei im Frühjahr 2017 eines natürlichen Todes gestorben, hieß es. Der 57-Jährige soll sie dann nach bisherigen Erkenntnissen nicht bestatten lassen, sondern in einem selbstgebastelten Sarg im Kellerabteil des Mithauses versteckt haben. Zwei Jahre lang wurde die Leiche auf diese Weise dort gelagert. Die Ermittler vermuten, dass der Sohn während dieser Zeit die Pension seiner Mutter kassierte.

    „So makaber das klingen mag”, sei dies, so die Sprecherin, lediglich eine Ordnungswidrigkeit: In Deutschland müssen Tote bestattet werden.

    In Berlin hatte es schon zuvor einen ähnlichen Fall gegeben, wobei es ebenfalls um eine versteckte Leiche ging. Im April vergangenen Jahres war ein Trödelhändler wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er soll laut Gerichtsurteil einen Rentner erschossen und anschließend zerstückelt haben. Die Leiche hatte er jahrelang in einer Tiefkühltruhe verborgen gehalten, um die Rente des alten Mannes in Höhe von 2000 Euro pro Monat zu kassieren.

    jeg/ae/dpa

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    Tags:
    Rente, Keller, Sohn, Mutter, Berlin