09:43 14 November 2019
SNA Radio
    Menschen am Ort des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche (Archiv)

    Untersuchungsausschuss im Fall Amri fordert Akten an

    © AFP 2019 / ODD ANDERSEN
    Panorama
    Zum Kurzlink
    3230
    Abonnieren

    Der Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz 2016 hat das Bundesinnenministerium aufgefordert, die Unterlagen im Zusammenhang mit dem Fall herauszugeben. Darüber berichtet die Berliner Zeitung am Donnerstag.

    Innenstaatssekretär Hans-Georg Engelke hatte demnach in einem Schreiben erklärt, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz eine Frist bis zum Januar 2021 benötige, um die vom Ausschuss angeforderten persönlichen Dokumente in Bezug auf den Attentäter sowie sein Umfeld zu übergeben.

    Dem Bericht zufolge sollten die betreffenden Unterlagen schon in diesem Sommer vorgelegt werden. Die Abgeordneten wollen aber nicht, dass es zu einer Fristverlängerung kommt.

    Bisher konnte der Untersuchungsausschuss nur Akten zum Schriftverkehr der Behörden erhalten.

    Anschlag auf Breitscheidplatz 

    Der Tunesier Anis Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen gestohlenen Lkw in den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche gesteuert. Bei dem islamistischen Terroranschlag starben zwölf Menschen, mehr als 60 weitere Weihnachtsmarktbesucher wurden verletzt. Amri flüchtete nach der Tat nach Italien, wo er später von Polizisten erschossen wurde.

    jeg/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Untersuchungen, Bundestag, Terroranschlag, Anis Amri, Berlin