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06:12 24 Oktober 2019
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    Schauspieler Sean Bean in New York (Archiv)

    #Don’t Kill Me – Schauspieler Sean Bean hat das Sterben satt

    © AP Photo / Evan Agostini
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    Es ist fast schon eine Faustregel: Wenn der britische Schauspieler Sean Bean in einem Film oder einer Serie mitspielt, wird der von ihm dargestellte Held unweigerlich den Tod finden. Egal, ob von Pfeilen durchbohrt oder gehenkt – immer geht es Bean an den Kragen. Fans protestieren seit Jahren dagegen, nun will auch der Schauspieler endlich leben.

    „Sein Markenzeichen sind zwielichtige, meist sehr facettenreiche und komplexe Charaktere und der häufige Tod seiner Rollen“, heißt es gleich zu Beginn des Wikipedia-Eintrags zum britischen Schauspieler Sean Bean.

    Und tatsächlich: In seiner 35-jährigen Karriere hat Bean sehr oft den Tod auf der Leinwand gefunden, und zwar auf die unterschiedlichste Weise. Schon am Anfang seiner Karriere wird ihm in Caravaggio (1986) der Hals durchgeschnitten. 1990 drängt ihn eine wildgewordene Rinderherde von einer Klippe – tot. Bis Ende des Jahrtausends ertrinkt Bean in einem Fluss, wird erst auf einem Säbel und dann auf einem Anker aufgespießt, im Schlaf erstochen, von einer Satellitenschüssel runtergeworfen und anschließend aus nächster Nähe erschossen.

    Dem jüngeren Publikum wird Beans Tod in der Saga Herr der Ringe noch in Erinnerung sein, als seine Figur Boromir bereits im ersten Teil des Abenteuers (2001) als erster der Gefährten von Pfeilen durchbohrt auf der Strecke blieb. Aufsehenerregend auch Beans Tod durch Enthauptung 2011 als Ned Stark in der Erfolgsserie Game of Thrones.

    Den Fans des Schauspielers reicht es schon lange. Bereits 2014 starteten sie eine Kampagne in den Sozialen Medien unter dem Titel „Don’t kill Sean Bean“. Im Interview mit der Zeitung „The Sun“ verriet der 60-Jährige nun, dass auch er keine Lust mehr hat, dass seine Rollen immer sterben. Nun lehne er Rollenangebote ab, wenn diese den Tod der Filmfigur beinhalten. „Ich musste einfach darauf verzichten und anfangen zu überleben, denn es wurde alles etwas vorhersehbar“, begründete der Schauspieler seine Entscheidung.

    „Ich machte einen Job und man sagte mir: ‚Wir werden dich töten‘. Ich rief ‚Oh nein‘. Dann sagten sie: ‚Können wir dich dann schwer verletzten?‘ Ich sagte: ‚Ok, solange ich dieses Mal am Leben bleiben darf‘“, erzählte Bean.

    Wie die Plattform slashfilm.com herausgefunden hat, ist Sean Bean aber nicht der meiststerbende Schauspieler, sondern belegt „nur“ Platz 4. Vor Bean landen die klassischen Horrorfilm-Darsteller Vincent Price und Bela Lugasi. Die absolute Nummer 1 ist mit 43 Filmtoden der 2017 verstorbene britische Schauspieler John Hurt (dem breiten Publikum wohl am besten bekannt aus den Harry-Potter-Verfilmungen, in denen er allerdings nicht stirbt). Immerhin hat Sean Bean die höchste Tod-pro-Film-Rate. Diese liegt bei 0,32 Toden pro Film, auf Platz 2 liegt US-Schauspieler Mickey Rourke mit 0,31 Toden pro Film.

    Doch was sollen die Filme sein, in denen Beans Filmgestalt nicht erschossen, zerfleischt, erhängt oder sonst wie getötet wird? Kann sich jemand daran erinnern?  Auch darauf haben die Weiten des Internets eine Antwort. Die Seite filmschoolproject.com ist der Frage nachgegangen und hat sieben Filme aufgelistet, in denen Bean leben durfte: Black Beauty (1994), Troja (2004), Das Vermächtnis der Tempelritter (2004), Flightplan – Ohne jede Spur (2005),  Silent Hill (2006), Percy Jackson – Diebe im Olymp (2010) und Silent Hill: Revelation (2012).

    Na also, es geht doch! In der Ende dieses Monats erscheinenden BBC-Miniserie „World on Fire“ darf Beans Rolle Douglas Bennett leben. Bennett ist  ein Busfahrer mit posttraumatischer Belastungsstörung aus dem Ersten Weltkrieg, der im hereinbrechenden Zweiten Weltkrieg mit seinen Symptomen zu kämpfen hat und sich für den Frieden engagiert.

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    Tags:
    Aktion, Tod, Film, Sean Bean, Großbritannien