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01:11 15 Oktober 2019
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    Welt-Alzheimertag: Forscher nennen erste Anzeichen der Krankheit

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    Vom Eintreten der Alzheimerkrankheit können laut Forschern außer Gedächtnisstörungen auch Sehkraft- und Raumorientierungsverschlechterung sowie Schwierigkeiten mit dem logischen Denken zeugen. Dies teilten Mitarbeiter des National Institute on Aging in den USA – einer Hauptstruktur für das Studium dieser Krankheit - gegenüber RIA Novosti mit.

    Am Samstag wird der Welttag der Alzheimerkrankheit begangen. Diese Erkrankung ist durch den Gedächtnisschwund, den Verlust der Fähigkeit eines rationalen Denkens, der Fertigkeiten, sich im Raum zu orientieren und für sich selbst zu sorgen, gekennzeichnet. Diese Erkrankung wurde erstmals im Jahr 1907 von dem deutschen Psychiater Alois Alzheimer beschrieben, nach dem sie auch benannt wurde. Obwohl diese Krankheit bereits seit über 100 Jahren bekannt ist, haben die Forscher bis dato keine genauen Antworten auf viele Fragen diesbezüglich.

    Es gibt bislang auch keine eindeutige Antwort darauf, wie man bei sich selbst oder bei seinen Angehörigen die Alzheimerkrankheit mit Sicherheit erkennen könne. Die amerikanischen Fachleute betonen, dass „die ersten Symptome bei verschiedenen Menschen unterschiedlich sein können“.

    Light Cognitive Impairment

    Beispielsweise können sich Probleme mit dem Gedächtnis als eine leichte kognitive Störung erweisen, die aber nicht garantiert zur Alzheimerkrankheit führen müssen. Bei Patienten mit einer leichten kognitiven Störung (Light Cognitive Impairment, MCI) ist das Gedächtnis schlechter als bei ihren Altersgenossen, doch die Symptome stören sie in ihrem Alltagsleben gar nicht, wie die Fachleute erläutern.

    „Für viele Menschen wirken als Signal für das Eintreten eines frühen Stadiums der Alzheimerkrankheit jene Aspekte des kognitiven Bewusstseins, die nicht mit dem Gedächtnis verbunden sind – beispielsweise Probleme bei der Wortwahl, Probleme mit der Sehkraft und räumlichen Orientierung, Störungen bei den Fähigkeiten, logisch zu schlussfolgern und Entscheidungen zu treffen“, so die Fachleute.

    In dem National Institute of Health in den USA wird betont, dass der Hauptfaktor für das Risiko der Alzheimererkrankung nach wie vor das Alter des Menschen bleibt.

    Kombination von vielen Faktoren

    „Die Wissenschaftler vermuten, dass das, wann und wie die Alzheimerkrankheit eintreten und sich entwickeln wird, von vielen Faktoren abhängig ist. Der wichtigste von den bekannten Gründen ist das Alter“, meinen die Experten des Instituts.  Nach Angaben der Organisation dürfte heute etwa ein Drittel aller Menschen über 85 Jahre die Alzheimerkrankheit haben. Allein in den USA sei diese Erkrankung bei 5,5 Millionen Menschen über 65 Jahre diagnostiziert worden.

    „Mit der Alterung der Bevölkerung werden die Zahlen wachsen, so lange, bis Methoden gefunden werden, die Entwicklung der Erkrankung zu verhindern oder zu verschieben“, betonen Vertreter des National Institute von Aging.

    Die Fachleute vermuten, dass auch die Kombination von Genetik, Lebensweise und Umwelt eine Bedeutung haben könne, aber „die Bedeutsamkeit eines jeden Faktors für die Entwicklung oder die Senkung des Risikos, an Alzheimer zu erkranken, ist  individuell“.

    Im Gegensatz zu der Meinung, dass der Sport vor allen Krankheiten schützen helfe, gestehen die Fachleute des Institute on Aging in den USA, dass im Fall dieser Krankheit die dynamische Lebensweise keine Panazee sei.

    Dabei betonen die Ärzte, dass man nicht vergessen dürfe, dass die physische Aktivität einen positiven Effekt auf die Gesundheit ausübe: Sogar mit der Alterung könne der Sport dem Menschen helfen, die Mobilität und Unabhängigkeit aufrechtzuerhalten, das Risiko der Entwicklung von chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Depression und Bluthochdruck zu senken.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Alter, Mobilität, Lebensweise, Genetik, Alzheimerkrankheit, Sehkraftverlust, Gedächtnis, RIA Novosti