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03:00 18 Oktober 2019
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    „Thomas Cook“ , Flugzeug

    Hotel-Angestellte in Tunesien nehmen Urlauber als „Geiseln“ – Medien

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    Die Angestellten des 4-Sterne-Hotels „Les Orangers Beach Resort“ in Hammamet haben laut Medienberichten die Tore der Hotel-Ausfahrten verschlossen und von den Urlaubern verlangt, die bereits gekauften Touren zu bezahlen. Der Grund dafür sollen Befürchtungen sein, kein Geld mehr vom kriselnden Reiseveranstalter „Thomas Cook“ zu bekommen.

     „Die Angestellten des ˏLes Orangersˊ haben die Tore zum Hotel verschlossen und halten die Menschen als Geiseln. Sie behaupten, ˏThomas Cookˊ habe sie nicht bezahlt, und fordern daher, dass wir sie bezahlen“, sagte Claire Simpson, die nach Manchester zurückfliegen sollte, gegenüber Medien

    Ein anderer Urlauber, Ryan Farmer, gab an, das Hotel habe am Samstagnachmittag alle Gäste zur Rezeption gebeten, damit sie wegen der Situation von „Thomas Cook“ zusätzliche Gebühren zahlen. Dort weigerten sich die Gäste, da sie bereits beim Reiseveranstalter bezahlt hatten. „Vier Sicherheitskräfte halten die Tore geschlossen. Ich würde es als Geiselhaft beschreiben“, so  Farmer.

    Der angeschlagene Konzern „Thomas Cook“ habe im August ein 900 Millionen Pfund (umgerechnet knapp eine Milliarde Euro) schweres Rettungspaket  vereinbart.  Nach eigenen Angaben benötigt das Unternehmen noch finanzielle Mittel in Höhe von 200 Millionen Pfund (umgerechnet rund 226 Millionen Euro). Nun hofft das Unternehmen auf die Hilfe der britischen Regierung, um einen Bankrott abwenden zu können.

    Im Falle eines Bankrotts des 178 Jahre alten Unternehmens müsste „Thomas Cook“ die Rückführung von allen weltweit gestrandeten Passagieren organisieren. Zudem seien Tausende Arbeitsplätze in Gefahr. Von weltweit 22 000 Angestellten seien allein 9 000 in Großbritannien tätig.

    pd/mt/

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    Tags:
    Mittel, Bankrott, Geiseln, Hotel, Tunesien