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23:39 22 Oktober 2019
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    Überschwemmung in Mosambik

    Beunruhigende Fünfjahresbilanz: Anzeichen für Klimawandel werden immer stärker – Bericht

    © AP Photo / Themba Hadebe
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    In den letzten fünf Jahren haben sich die Anzeichen und Auswirkungen des Klimawandels verstärkt. Der Zeitraum zwischen 2015 und 2019 ist so heiß gewesen wie noch keine andere Periode zuvor. Dies geht aus einem Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) hervor, die die Temperaturentwicklung anhand von Fünfjahreszeiträumen vergleicht.

    Wie es heißt, liegen die Jahre von 2015 bis 2019 nach den bisherigen Erkenntnissen um 0,2 Grad Celsius über den weltweiten Durchschnittstemperaturen von 2011 bis 2015 und sogar um 1,1 Grad Celsius über den Temperaturen der vorindustriellen Zeit.

    Zudem stieg dem Bericht zufolge der Kohlendioxidgehalt (CO2) in der Atmosphäre in den Jahren von 2015 bis 2019 unaufhörlich an, und die Wachstumsrate erhöhte sich gegenüber dem vorherigen Fünfjahreszeitraum um 20 Prozent.

    „Vorläufige Angaben einer Gruppe von Treibhausgas-Beobachtungsstationen aus dem Jahr 2019 zeigen, dass die globale CO2-Konzentration bis Ende dieses Jahres 410 ppm (parts per million, dt.: Anteile pro Million) erreichen oder sogar (diesen Wert – Anm. d. Red.) überschreiten könnte“, so die WMO-Experten.

    Gleichzeitig sei in den vergangenen Jahren der Meeresspiegel weiter angestiegen, die Eisschichten in der Arktis und anderswo seien geschmolzen und extreme Wettersituationen wie Stürme und Überschwemmungen hätten sich gehäuft, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas bei einem Treffen im schweizerischen Genf.

    Von Mai 2014 bis 2019 sei der durchschnittliche globale Meeresspiegel jährlich um fünf Millimeter gegenüber vier Millimetern in den Jahren zwischen 2007 und 2016 angestiegen. Noch vor 25 Jahren lag die durchschnittliche Wachstumsrate laut dem Bericht bei 3,2 Millimetern pro Jahr. Darüber hinaus würden mehr als 90 Prozent der durch den Klimawandel erzeugten überschüssigen Wärme in den Ozeanen gespeichert.

    Roman Wilfand, der Leiter des russischen Wetterdienstes „Gidrometzentr“, sagte im Gespräch mit der Agentur RBK, die Schlussfolgerungen der WMO würden mit der Einschätzung von Experten der russischen Organisation übereinstimmen.

    „In der Tat ist die Temperatur gestiegen und es ist klar, dass der Hauptfaktor für die Erhöhung der Temperatur anthropogen ist“, so Wilfand. Vor 40 Jahren habe der Anteil der Treibhausgase in der Atmosphäre 330 ppm betragen, fügte er hinzu.

    pd/sb/

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    Tags:
    Treibhausgas, Atmosphäre, CO2, WMO, Auswirkungen, Temperaturen, Klimawandel