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07:36 14 Oktober 2019
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    Kristalle statt Tränen: Junge Armenierin leidet an rätselhafter Krankheit - Video

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    Die Krankheit, an der die 22-jährige Satenik Karasjan aus Armenien seit zwei Monaten leidet, hat bisher nicht diagnostiziert werden können. Das teilte der Fernsehsender Mir 24 mit.

    Wie Sputnik Armenia berichtet, hatte die junge Frau zunächst geglaubt, bei einem Zahnarztbesuch Staub in die Augen bekommen zu haben. Nach Meinung ihrer Angehörigen könnten Glassplitter in die Augen gelangt sein. Jeden Morgen muss Satenik scharfe Kristalle aus ihren Augen entfernen. Innerhalb von 24 Stunden sammeln sich bis zu 50 solche Splitter in den Augen. „Jeder Tag wird zur Hölle für mich“, sagt sie gegenüber Journalisten.

    Satenik hat bereits zahlreiche ärztliche Untersuchungen hinter sich, die keine Ergebnisse gebracht haben. Die von den Ärzten verschriebenen Tropfen und Antibiotika haben die Situation nur noch verschlimmert. Die Frau verzichtete auf die Medikamente.

    Laut Sputnik Armenia sind mehrere erstarrte Tränen von Satenik vor kurzem an eine zuständige Behörde geschickt worden, die eine Expertenprüfung vornehmen soll.

    Das Gesundheitsministerium Armeniens, das bereits zwei Beratungen zu dem Problem abgehalten hat, will noch ein Ärztekonsilium einberufen.

    Nach Meinung von Dr. med. Tatjana Schilowa, Fachärztin für Augenheilkunde, aus Moskau, mag die schnelle Kristallisation der Tränenflüssigkeit auf einen erhöhten Gehalt an Salzen zurückzuführen sein.

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    © Sputnik / Vsevolod Tarasevich
    „Bei den Tränen handelt es sich um eine biologische Flüssigkeit, die ihrem Bestand nach dem Blut ähnlich ist. In gewissen Situationen, so bei genetisch bedingten oder entzündlichen Erkrankungen der Augen oder des Organismus insgesamt, kann die Zusammensetzung dieser Flüssigkeit gestört sein“, sagte die Ärztin gegenüber dem Sender REN TV.

    Bei Stoffwechselstörungen könnten sich solche Kristalle auch in der Leber und der Niere bilden, weshalb die Patientin eine allseitige ärztliche Untersuchung brauche, so Schilowa.

    ls/mt

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    Tags:
    Ren TV, Gesundheitsministerium, Sputnik, Armenien