09:48 07 Dezember 2019
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    Brandanschlag auf S-Bahn in Berlin – Reparaturen laufen

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    Unbekannte Täter haben in der Nacht auf Montag einen Brandanschlag auf Leitungen und Kabel der Berliner S-Bahn verübt. Die Reparaturarbeiten laufen noch. Das teilte die „Berliner Morgenpost“ mit.

    Laut einer dpa-Meldung ist der S-Bahn- und Regionalzugverkehr seit dem früheren Morgen unterbrochen. Die S-Bahn richtete einen Ersatzverkehr mit Bussen ein.

    Wie eine Sprecherin der S-Bahn auf Anfrage der Berliner Morgenpost sagte, würden die S-Bahnen ab dem Nachmittag wieder zwischen Ostkreuz und Erkner fahren. Die Fernbahnstrecke sei aber wegen Reparaturarbeiten noch mindestens bis Dienstagvormittag gesperrt.

    ​Reparaturarbeiten

    Elektriker hätten am Montagvormittag mit den Reparaturen begonnen. Allerdings sei der Schaden massiv, die Arbeiten würden wohl den ganzen Tag dauern, sagte Bahnsprecher Burkhard Ahlert gegenüber der „Berliner Morgenpost“. Durch den Brand seien sechs Kabel für die Leit- und Sicherungstechnik beschädigt worden. Jedes Kabel habe 80 bis 120 Adern, die einzeln verknüpft werden müssten, damit das richtige Signal ausgelöst und die richtige Weiche angesteuert werden.

    ​Brand im Kabelschacht

    Das Feuer war in der Nacht auf Montag in dem Kabelschacht an der Zugstrecke ausgebrochen. Der genaue Ort und die genaue Zeit waren noch nicht bekannt. Den Brand bemerkte ein Zugführer. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer und entdeckten ein weiteres. Ein Polizist der Bundespolizei musste wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden.

    Ein Hubschrauber überflog in der Nacht das Gebiet zwischen S-Bahnhof Karlshorst und S-Bahnhof Wuhlheide, um mögliche Täter zu lokalisieren.

    Polizeilicher Staatsschutz ermittelt in dem Fall

    Der Polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Wie ein Sprecher am Montag sagte, gehe die Polizei davon aus, dass politische Extremisten die Täter sein könnten. In den vergangenen Jahren verübten Linksextremisten immer wieder Brandanschläge auf Bahnanlagen. Zum Teil veröffentlichten sie im Internet Bekennertexte.

    Nach dem Brandanschlag auf die S-Bahn haben Klimaaktivisten mit dem Namen Vulkangruppe OK am Montagmittag ein Bekennerschreiben veröffentlicht: „Heute haben wir die Reiseverbindung zwischen Flughafen Schönefeld, Berlin, Erkner, Cottbus und Frankfurt (Oder) gekappt.“

    Der Pendelverkehr der Regionalbahn von und zum Flughafen sei dadurch unterbrochen worden. Das hatte zur Folge, dass Flugpersonal und Reisende zu spät ankamen.

    „Menschen, die nicht pünktlich zur Arbeit, zur Schule, zur Universität kommen, verursachen einen wirtschaftlichen Schaden. Deshalb haben wir heute sowohl arbeitende PendlerInnen auf dem Weg zur Arbeit ausgebremst als auch den Reiseverkehr zum Flughafen gezielt angegriffen“, zitiert die „Berliner Morgenpost“ das Bekennerschreiben.

    ns/sb/dpa

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