16:24 18 Februar 2020
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    In Berlin-Mitte werden seit Anfang September auf einer Fläche von etwa 5000 Quadratmetern  untergegangene Stadtquartiere rund um den historischen Molkenmarkt freigelegt. Dies geht aus einer Mitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa am Montag hervor.

    Archäologie-Teams des Landesdenkmalamtes planen, in den kommenden Jahren eine Fläche von insgesamt 25.000 Quadratmetern zu untersuchen. „Mit den nun begonnenen Grabungen entdecken wir unsere eigene Geschichte wieder“, sagte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) laut Mitteilung am Dienstag zum Auftakt der Grabungen.

    Dem Landeskonservator Christoph Rauhut zufolge befinden sich bis in die Tiefe von vier Metern „vielfältige Spuren aus 800 Jahren Stadtgeschichte: Fundamente von Bürgerhäusern, Klausurbauten des Franziskanerklosters oder auch diverse technische Anlagen wie ein vor 100 Jahren stillgelegtes Elektrizitätswerk neben dem Roten Rathaus“. Auch jüngere Geschichtszeugnisse sollten archäologisch freigelegt, dokumentiert und geborgen werden. „Sie stellen mittlerweile eine wichtige Quelle für die moderne Geschichtsforschung und -vermittlung dar“, sagte Rauhut.

    mk/mt/dpa

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