16:40 28 März 2020
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    Immer mehr Menschen versuchen wieder, von der Türkei aus auf den griechischen Inseln und damit in der EU Zuflucht zu finden. Allein am Montag wurden 379 solche Fälle registriert. Das teilte die Agentur dpa am Dienstag unter Verweis auf das griechische Bürgerschutzministerium mit.

    Für die Entlastung der überfüllten Camps brachte demnach die griechische Regierung am Montag 485 Migranten zum Festland. Dennoch warten auf den Inseln weitere 28 800 Menschen. Noch nie seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im März 2016 seien es so viele gewesen, berichtete der Staatsrundfunk.

    Besonders schlimm sei die Situation im Lager von Moria auf der Insel Lesbos. In und um das Camp, das nur für 3000 Menschen ausgelegt ist, leben mehr als 12 000 Menschen. Auch auf der Insel Samos sind nach Angaben der Behörden in einem Lager, das eine Kapazität für 650 Menschen hat, mehr als 5200 Migranten zusammengepfercht.  

    „Flüchtlingspakt“

    Im März 2016 hatten die EU und die Türkei den „Flüchtlingsdeal“ oder „Flüchtlingspakt“ geschlossen. Der Deal verfolgte das Ziel, den Zustrom von Flüchtlingen über die Türkei in die Europäische Union zu reduzieren. Der „Flüchtlingspakt“ sieht vor, dass die EU alle Flüchtlinge und Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Wegen Personalmangels kommt die Bearbeitung der Asylanträge auf den griechischen Inseln jedoch nur mühsam voran.

    ns /mt/dpa             

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    Tags:
    Deal, Migranten, Agentur DPA, EU, Griechenland, Türkei