07:22 18 November 2019
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     „Der verspottete Christus“ von Cimabue

    Französin entdeckt zufällig Meisterwerk aus dem 13. Jahrhundert – Foto

    © AFP 2019 / PHILIPPE LOPEZ
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    Eine Rentnerin in der Compiègne nördlich von Paris hat in ihrer Küche ein Kunstwerk aus dem 13. Jahrhundert entdeckt. Das Bild soll mehrere Millionen Euro wert sein, berichtet "The Guardian" am Dienstag.

    Jahrelang hing das Bild in der Küche der Frau, ohne dass sie seinen Wert ahnte. Als jedoch ein Kunstgutachter das Bild „Der verspottete Christus“ zu Gesicht bekam, war das Erstaunen groß: Das Werk entpuppte sich als ein Original des florentinischen Malers Cimabue. Eric Turquin, so der Name des renommierten Kunstgutachters, schätze den Wert des Bildes auf vier bis sechs Millionen Euro.

    Das Bild hing zwischen Küche und Wohnzimmer der alten Dame. Auch ihre Familie hielt es für eine einfache Ikone. Eigentlich hatte die Frau vor, das Bild zu verkaufen. Doch das Auktionshaus Actéon in Compiègne konsultierte einen Fachmann und brachte damit den wahren Wert des Bildes ans Licht.

    Eric Turquin spricht davon, dass das Bild düster wirke. Es zeige eine Vielzahl von Emotionen in den Gesichtern und den Gesten. Auf dem Gemälde ist Christus inmitten einer Menschenmenge zu sehen. Die versammelten Männer schauen grimmig oder schneiden Grimassen.

    Es wird angenommen, dass es sich bei dem Werk um den Teil eines Diptychons handle, das etwa um 1280 entstanden sein soll. In dieser Zeit schuf Cimabue, auch bekannt unter den Namen Cenni di Pepo, acht Werke, die das Leiden und die Kreuzigung Jesu abbilden.

    Zwei Arbeiten aus dieser Jesus-Reihe befinden sich bereits in der National Gallery in London. Die frisch entdeckte Ikone soll am 27. Oktober bei einer Versteigerung von Actéon unter den Hammer kommen.

    mk/mt

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    Tags:
    Frankreich, Kunst