22:17 13 August 2020
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    Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen hat gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ mitgeteilt, dass der mutmaßliche Mörder von Göttingen, der am Donnerstag eine Frau auf offener Straße getötet hat, wegen mehrfacher Vergewaltigung vorbestraft sei.

    Frank Naaß, der am Donnerstag eine 44-jährige Frau auf offener Straße in Göttingen getötet haben soll, ist laut dem Blatt polizeibekannt: Bereits als Jugendlicher sei er zweimal wegen Vergewaltigung zu Jugendstrafen verurteilt worden. 1994 habe das Landgericht Göttingen den damals 27-Jährigen wegen Vergewaltigung zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

    Der gelernte Tischler habe damals vor dem Landgericht gestanden, im November 1992 in Göttingen eine damals 30-jährige Frau morgens in ihrer Garage überfallen und vergewaltigt zu haben. Er hatte nach eigenen Worten die Frau auf dem Fußweg vorbeigehen sehen. Dabei sei ihm die Idee gekommen, sie zu vergewaltigen.

    Er habe die Frau bis zu einer Garage verfolgt, wo sie ihr Auto geparkt hatte. Als sie einsteigen wollte, habe er sie gepackt, auf die Motorhaube geworfen und vergewaltigt. Die Polizei hatte ihn damals bereits frühzeitig als Täter im Visier gehabt, konnte ihn aber erst elf Monate nach der Tat mittels einer DNA-Analyse überführen. 

    2001 sei Naaß aus dem Gefängnis entlassen worden. Abgesehen von einer Verurteilung wegen Sachbeschädigung, soll er seitdem strafrechtlich nicht mehr aufgefallen sein – bis zu vergangenem Donnerstag. 

    Mord auf offener Straße

    Im niedersächsischen Göttingen war am Donnerstag eine Frau auf offener Straße von einem Mann ermordet worden. Das Opfer und der Täter waren zuvor Medienberichten zufolge miteinander in Streit geraten.

    Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, soll der Mann zunächst auf die Frau eingestochen und anschließend mit einem Feuerlöscher auf sie eingeschlagen haben. Dann soll er sie mit Benzin überschüttet und angezündet haben. Die Polizei hat dies bislang aber nicht bestätigt.

    Zeugen, die der Frauen helfen wollten, wurden laut der Polizei ebenfalls verwundet: Eine Augenzeugin habe schwere Verletzungen erlitten. Ein weiterer Mann sei leicht verletzt worden. Nach der Tat flüchtete der Mann auf einem Fahrrad. 

    ta/ae

     

     

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