07:58 24 Oktober 2020
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    Die Huthi-Rebellen haben im Rahmen einer Vereinbarung mit der international anerkannten Regierung des Jemen 290 Gefangene freigelassen. Das teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) am Montag via Twitter mit.

    Insgesamt kündigten die Huthis die Freilassung von 350 Gefangenen an. Das Rote Kreuz hatte nach seinen eigenen Angaben zur Freilassung der Gefangenen beigetragen. Bei den Freigelassenen handelt es sich laut ICRC auch um 42 Überlebende eines Luftangriffs der von Saudi-Arabien angeführten Koalition auf ein als Gefängnis genutztes Gebäude in Dhamar im Südwesten des Jemen Anfang September. Damals waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen.

    ​Das Militärbündnis, das im Jemen gegen die vom Iran unterstützten Huthis kämpft, hatte laut der Agentur dpa die Verantwortung von sich gewiesen. Es habe eine militärische Einrichtung ins Visier genommen.

    Die Huthi-Rebellen und die Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi hatten sich im Dezember auf den Austausch von rund 16 000 Gefangenen verständigt. Auch eine Waffenruhe für die wichtige Hafenstadt Hudaida am Roten Meer war Teil der von den Vereinten Nationen vermittelten Gespräche.

    Bürgerkrieg im Jemen

    Im Jemen bekämpfen sich seit fünf Jahren die schiitischen Huthi-Rebellen und Regierungstruppen, die von einem Militärbündnis unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt werden. Der Bürgerkrieg hat die derzeit schwerste humanitäre Krise weltweit ausgelöst. Auch ein vor neun Monaten in Stockholm abgeschlossenes Abkommen zur Einleitung eines Friedensprozesses hat die Lage nicht wesentlich verbessert.

    ns/mt/dpa

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    dpa, Twitter, Rotes Meer, Rotes Kreuz, Freilassung, Gefangene, Huthi-Rebellen, Saudi-Arabien, Jemen