19:25 03 Juli 2020
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    Eigentlich soll der US-Kampfflieger der fünften Generation F-35 für Radarsysteme unsichtbar sein. Daran sind nun Zweifel wegen des Passivradarsystems eines deutschen Herstellers aufgekommen. Die Mitarbeiter der Firma sollen den Jet enttarnt und 150 Kilometer lang verfolgt haben, berichtet das Onlinemedium „C4ISRNET“.

    Demnach hat sich der Vorfall im vergangenen April während der Luftfahrtausstellung ILA in Berlin ereignet. Die Fachleute  des deutschen Rüstungstechnikherstellers Hensoldt hätten ihr neues Radar in der Nähe des Flughafens Schönefeld aufgestellt und darauf gewartet, dass die beiden F-35 aufsteigen.

    Jedoch hätten diese still am Boden gestanden, und Hensoldt-Mitarbeiter hätten sich daraufhin auf einem Pferdehof vor den Toren Berlins eingemietet. Von dort aus habe das Team die F-35 im Abflug beobachtet und sie mit Hilfe des Passivradarsystems „Twinvis“ auf insgesamt 150 Kilometer am Himmel verfolgen können.

    Sobald die Flugzeuge gestartet waren, seien sie auf dem Radarschirm zu sehen gewesen, hieß es. Die Datenerfassung basiere auf den von ADS-B-Transpondern erzeugten Signalen. Laut Entwicklern ist das Radar jedoch in der Lage, Ziele unabhängig davon zu erkennen, ob die Reflektoren auf ihnen installiert seien oder nicht.

    „Passive Radargeräte lesen ab, wie zivile Kommunikationssignale von Objekten in der Luft reflektiert werden. Das Verfahren funktioniert gegenüber  jeder Art des Signals, das im Luftraum vorhanden ist, darunter Radio- oder Fernsehsignale sowie Signale von Mobilfunkstationen“, heißt es im Beitrag von C4ISRNET, das sich auf moderne Militärtechnologien spezialisiert.

    Allerdings sagte Michael Friedman, Sprecher des US-Herstellers Lockheed, die F-35 hätten keine operativen Missionen durchgeführt, die Unsichtbarkeit erforderten. Die Transponder hätten funktioniert, da die Flugsicherheit gewährleistet werden sollte.

    Dennoch habe die Bundeswehr mit der Entwicklung von passiven Radarsensoren begonnen.

    pd/mt/

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