06:01 10 April 2020
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    51 Jahre nach dem Massaker an Studenten in Tlatelolco sind in Mexiko-Stadt drei Menschen bei einer Gedenkaktion verletzt worden. Der Gedenkmarsch artete in Zusammenstöße mit der Polizei aus.

    „Drei Menschen wurden durch Feuerwerkskörper verletzt“, teilte die lokale Menschenrechtsbeauftragte Nashieli Ramirez mit. Ihre Videoansprache wurde in „En Contacto“ veröffentlicht.

    Der als friedlich gedachte Gedenkmarsch artete in Krawalle aus, nachdem sich radikale Anarchisten der Veranstaltung angeschlossen hatten. Sie durchbrachen die Sperren, lieferten sich Handgemenge mit den Sicherheitskräften und bewarfen diese mit Feuerwerkskörpern. Darüber hinaus beschmierten sie historische Gebäude mit Farbe.

    Im September hatten Radikale bei einer anderen Aktion in Guerrero Pogrome angerichtet, die Behörden schätzten die Schäden auf 100 Millionen Peso (ca. 4,6 Millionen Euro).

    Der mexikanische Präsident, Andrés Manuel López Obrador, rief die Polizei vor der Aktion am 2. Oktober zu Vorsicht sowie dazu auf, sich nicht provozieren zu lassen. „Es wird keine Represalien geben“, versprach der Präsident.

    Am 2. Oktober 1968 hatten die Behörden einen friedlichen Studentenprotest auf dem Plaza de las Tres Culturas in Tlatelolco in Mexiko-Stadt mit Gewalt aufgelöst. Die genaue Opferzahl ist bis heute nicht bekannt. Die Schätzungen liegen zwischen 37 und 300 Toten.

    leo/ae

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    Tags:
    Verletzte, Gewalt, Zusammenstöße, Mexiko