13:37 20 November 2019
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    Protestler halten Plakate mit Porträts der NSU-Opfer vor dem Landesgericht in München (Archivbild)

    Gedenk-Eiche für NSU-Mordopfer in Zwickau kurz nach Pflanzung abgesägt

    © AFP 2019 / GUENTER SCHIFFMANN
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    Nur knapp vier Wochen nach der Pflanzung ist ein Gedenkbaum für das erste NSU-Mordopfer Enver Şimşek im sächsischen Zwickau abgesägt worden. Die Oberbürgermeisterin verurteilte die Tat.

    Die Eiche war erst am 8. September in Erinnerung an Şimşek gepflanzt worden. Nun ist sie wieder weg, wie „Zeit Online“ berichtet.

    ​Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) äußerte sich bestürzt: 

    „Das Absägen des Baumes zeugt von Intoleranz, mangelndem Demokratieverständnis und von Verachtung gegenüber Terroropfern und deren Angehörigen“, sagte sie.

    „Es zeigt auch, dass manche leider nicht begriffen haben, welch menschenverachtende Taten die Terroristen des NSU begangen haben.“

    Die Stadtverwaltung teilte laut dem Blatt mit, es lägen derzeit keine Erkenntnisse über die genaue Tatzeit und den oder die Täter vor. Die Stadt werde Anzeige erstatten.

    Die Rechtsextremisten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos hatten den türkischen Blumenhändler Şimşek im September 2000 in Nürnberg erschossen. Der Mord an dem Familienvater war der Auftakt der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds mit zehn Toten. In Zwickau, wo das NSU-Trio Böhnhardt, Mundlos und Beate Zschäpe jahrelang gelebt hatte, sollten für alle zehn Opfer Bäume gepflanzt werden.

    leo/ae

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    Tags:
    Baum, NSU, Zwickau, Deutschland