01:56 21 November 2019
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    Was in der Nacht geschah

    Klimademonstranten in Berlin werden geräumt – Freihandelsabkommen USA-Japan – Großbrand in Hamburg

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    Nachrichtenüberblick: Klimademonstranten in Berlin werden vom Potsdamer Platz geräumt; USA und Japan schließen Freihandelsabkommen; Massenentlassungen in Indien wegen Streiks; Rätselhafte Ölpest an Stränden Brasiliens; Großbrand in Hamburg

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Räumungen am Potsdamer Platz 

    Die Polizei hat begonnen, die Blockaden von Klimademonstranten am Potsdamer Platz und dem Großen Stern in Berlin aufzulösen. Etwa 400 vorwiegend junge Menschen wurden von Einsatzkräften weggetragen. Die Räumungen an den beiden Verkehrsknotenpunkten der deutschen Hauptstadt wurden aber am späten Abend zunächst abgebrochen, wie die Polizei über ihr Twitter-Konto mitteilte. Die Aktivisten der Bewegung „Extinction Rebellion“ riefen auf, sie weiterhin an diesen beiden Nadelöhren des Berliner Straßenverkehrs zu unterstützen. Sie gehen aber selbst davon aus, dass die Polizei die Räumungen fortsetzen wird. 

    USA und Japan schließen Freihandelsabkommen

    Die USA und Japan haben ihr neues Freihandelsabkommen unterzeichnet. Es soll vor allem die Land- und Digitalwirtschaft zwischen der Nummer ein und Nummer drei des Welthandels regeln. Für die USA wird sich vor allem der Export von landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln wie Rindfleisch Mais, Weizen und Wein verbessern. Im Digitalbereich wurde der Verzicht von Zöllen auf Software, Spiele, Musik oder sogenannte E-Books vereinbart. Der für beide Staaten wichtige Automobilsektor wurde aus dem Abkommen bislang ausgeklammert. Die USA haben deshalb Japan schon mit Strafzöllen gedroht. Das Abkommen wird von Analysten als ein Teil der Bemühungen der US-Administration unter Präsident Trump gesehen, das System multilateraler Verträge durch bilaterale Abkommen zu ersetzen, weil sich die USA so größeres Erpressungspotenzial auf einzelne Staaten versprechen, um eigene Exportinteressen durchsetzen zu können. Das Handelsbilanzdefizit der USA mit Japan betrug 2018 rund 70 Milliarden US-Dollar.

    Massenentlassungen in Indien wegen Streiks

    Die Behörden des indischen Bundesstaates Telangana haben rund 48.000 Angestellte des staatlichen Transportunternehmens entlassen, weil sie gestreikt haben. Busfahrer, Schaffner, Ticketverkäufer und andere Angestellte des Staatsunternehmens fordern mit ihrer Arbeitsniederlegung bessere Arbeitsbedingungen. Der höchste Minister des Bundesstaates, Kalvakuntla Chandrashekar Rao, begründete den drastischen Schritt mit den Worten, der Streik sei ein „unverzeihliches Verbrechen”. Der Hintergrund ist, heute beginnt eines der wichtigen hinduistischen Feste. Das ist verbunden mit einem enorm hohen Verkehrsaufkommen, weil Millionen Menschen in ihre Heimatdörfer und -städte reisen.

    Rätselhafte Ölpest an Brasiliens Küste

    Eine Ölpest, deren Ursachen bislang unklar sind, breitet sich an brasilianischen Stränden immer weiter aus. Inzwischen wurden Verseuchungen mit Ölrückständen von 2.000 Kilometern der Küste Brasiliens gemeldet. Große, schmierige Ölklumpen verschmutzen auch Badestrände und führen damit zu ökonomischen Schäden in der Tourismusindustrie. In den brasilianischen Medien wird leidenschaftlich über die Ursachen für die Ölpest diskutiert. Im Verdacht steht auch die Ölindustrie des Landes, die vor allem vor den Küsten Öl fördert. Der staatliche Ölkonzern Petrobras gilt in den Augen vieler Brasilianer als korrupt. Die brasilianische Umweltbehörde IBAMA erklärte jedoch, die chemische Analyse der Ölklumpen zeigt, dass das Öl nicht in Brasilien gefördert wurde.

    Großbrand in Hamburg

    Ein Großbrand in einer Druckerei in Hamburg-Hohenfelde hat in der Nacht viele Menschen im wahrsten Wortsinn in Atem gehalten und den Schlaf geraubt. Mehr als 130 Einsatzkräfte waren im Einsatz, um die enormen Flammen zu löschen, die von hochbrennbaren Materialien wie Lösungsmitteln, Farben und Papier angefeuert wurden. Die Löscharbeiten gestalteten sich sehr schwierig, wegen verwinkelter Räumlichkeiten, meterhoher Flammen und gesundheitsschädlicher Rauchentwicklung wie die Feuerwehr mitteilte. Dennoch wurde nur eine Person mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Er hatte versucht, noch vor Eintreffen der Feuerwehr die Flammen zu löschen und dann die Einsatzkräfte alarmiert, wie die Feuerwehr erklärte. Die Warnungen an die Bewohner umliegender Häuser konnte in der Nacht aufgehoben werden, aber die Löscharbeiten werden wohl noch den ganzen Tag andauern.

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    Tags:
    Indien, Hamburg, Extinction Rebellion, USA, Japan, Ölpest, Brasilien