08:31 18 November 2019
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    US-Kampfjets F-16 auf dem Stützpunkt Spangdahlem, Deutschland am 01. Oktober 2019

    Trier: US-Kampfjet F-16 nahe US-Stützpunkt Spangdahlem abgestürzt – Pilot gerettet

    © Foto: U.S. Air Force/Airman 1st Class Alison Stewar
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    Die Polizei Trier meldet einen Flugzeugabsturz in der Nähe des US-Stützpunktes Spangdahlem. Es handelt sich um einen amerikanischen Kampfjet F-16. Sprecherin vom US-Flugplatz Spangdahlem bestätigte bereits den Vorfall.

    Wie die Polizei Trier als erste auf Twitter mitteilte, ist im Bereich Zemmer-Rodt unweit des US-Stützpunktes Spangdahlem ein Flugzeug abgestürzt.

    ​„Ich kann den Absturz einer unserer F16-Maschinen bestätigen”, erklärte hierzu eine Sprecherin vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel.

    Die Maschine sei von dem Stützpunkt gestartet und während eines Routine-Trainingsflugs abgestürzt. Der Pilot habe sich über den Schleudersitz gerettet und sei mit kleineren Verletzungen geborgen worden, hieß es in einer Mitteilung. Er kam in ein Krankenhaus.

    Zu Schäden gebe es keine Hinweise. Nach Angaben des Ortsbürgermeisters von Zemmer, Edgar Schmitt, ging der Jet über einem Waldstück zu Boden.

    Der Unfall wird untersucht.

    Anwohner wurden aufgefordert, die Absturzstelle zu meiden. Fahrzeuge sollten den Bereich großräumig umfahren. Mehrere Kreisstraßen wurden für den Verkehr gesperrt.

    ​​Die Absturzstelle soll sich nach Angaben der Polizei nicht in bewohntem Gebiet befinden. Es seien aber größere Mengen Kerosin ausgelaufen.

    ​Die Bevölkerung wird gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Mehrere Straßen seien zur Zeit durch die Militärpolizei gesperrt, auch ein Gefahrenstoffzug sei wegen auslaufenden Kerosins im Einsatz.

    US-Stützpunkt Spangdahlem

    Es ist der zweite Unfall mit Militärmaschinen in Deutschland binnen weniger Monate. Bei einer Luftkampfübung waren im Juni an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter der Bundes-Luftwaffe in größerer Höhe kollidiert und abgestürzt.

    Ein Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte den Unfall verletzt, der andere - ein 27-Jähriger - starb.

    Auch in der Vergangenheit hatte es immer wieder schwere Unfälle auf dieser Air Base gegeben.

    In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F16-Kampfjet-Staffel mit mindestens 24 Flugzeugen. Zur US-Base gehören rund 4000 US-Soldaten.

    Polizei gibt offizielle Presse-Erstmitteilung

    Gegen 15.15 Uhr seien die ersten Notrufe eingegangen, die den Absturz eines Flugzeugs im Bereich Zemmer-Rodt (Fidei) meldeten.

    ​Kurz darauf habe sich der Verdacht bestätigt.

    Bei dem Flugzeug handelt es sich nach derzeitigem Kenntnisstand um ein Militärflugzeug.

    Der Pilot konnte sich über den Schleudersitz retten und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

    Über das Ausmaß seiner Verletzungen, weitere Verletzte oder Schäden gebe es noch keine Hinweise.

    Ebenso sei die Absturzursache unklar.

    ​​Die Absturzstelle sei weiträumig abgesperrt. Polizei und Rettungsdienst seien im Einsatz.

    Auch Anfang Oktober kam es auf der US-Airbase Spangdahlem zu einem tragischen Zwischenfalls. Damals waren zwei Soldaten gestorben.

    Der Zeitung „Trierischer Volksfreund” zufolge war damals ein Wagen mit drei Männern von einer regennassen Straße abgekommen und mit einem Traktor kollidiert.

    ng/mt/dpa

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    Absturz, Kampfjet, F-16, Kampfjet F-16