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05:27 22 Oktober 2019
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    Start einer Proton-M-Rakete vom Raumbahnhof Baikonur

    Proton-Rakete brachte kommerzielle Satelliten erfolgreich ins All – Roskosmos

    © Sputnik / Aleksey Filippow
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    Eine russische Trägerrakete vom Typ Proton-M, ausgestattet mit einem Beschleunigungsblock „Breeze-M“, hat einen europäischen Telekommunikationssatelliten und ein US-amerikanisches Raumfahrzeug erfolgreich ins All gebracht. Dies geht aus einer auf der Webseite der russischen Weltraumbehörde Roskosmos veröffentlichten Mitteilung hervor.

    Demnach hat sich der Satellit Eutelsat 5 West B am 10. Oktober um 4:35 Moskauer Zeit in der angestrebten Umlaufbahn von der Träger-Rakete getrennt. Kurz danach sei auch die Trennung des US-amerikanischen Raumfahrzeugs Mission Extension Vehicle (MEV)-1 erfolgt.

    Der Start der Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur erfolgte am 09. Oktober.

    Der Proton-M-Start mit beiden kommerziellen Satelliten an Bord sei der vierte im Jahr 2019, heißt es in der Mitteilung der Behörde.

    ​Wie auch geplant hat der Start einen Rekord in punkto Dauer des Einschusses des Satelliten gebrochen - 15 Stunden und 54 Minuten. Somit war diese Trägerrakete 23 Minuten länger im Einsatz als bei den in den Jahren 2013 und 2015 gestarteten Inmarsat-5-Satelliten.

    Der Satellit Eutelsat 5 West B mit einer Startmasse von 2864 Kilogramm wurde vom europäischen Unternehmen Airbus Defence and Space sowie dem US-amerikanischen Hersteller Northrop Grumman im Auftrag des Satellitenbetreibers Eutelsat gebaut. Es ist geplant, dass er einen kontinuierlichen Betrieb und eine verbesserte Qualität für die Märkte von Frankreich, Italien und Algerien gewährleisten wird.

    Proton-M-Rakete auf dem russischen Weltraumbahnhof Baikonur
    © REUTERS / Stephane Corvaja/ESA/Handout

    Der Satellit Mission Extension Vehicle (MEV)-1 mit einer Startmasse von 2326 Kilogramm wurde vom US-amerikanischen Hersteller Northrop Grumman gebaut. Die Lebensdauer des Raumfahrzeugs soll 15 Jahre betragen. Seine Serviceleistungen sollen dazu beitragen, die „Lebensdauer“ von Satelliten im geostationären Orbit zu verlängern.

    „Breeze-M“ ist ein Beschleunigungsblock, der es ermöglicht, Raumflugkörper in tiefliegende, mittlere und geostationäre (GSO) Umlaufbahnen zu bringen. Der Erststart des Komplexes Proton-M-„Breeze-M“ fand im April 2001 statt. Seitdem ist er Dutzende Male ins All geflogen.

    Die kommerziellen Starts werden vom Staatlichen Weltraumforschungs- und Produktionszentrum „Chrunitschew“ und dem russisch-amerikanischen Gemeinschaftsunternehmen International Launch Services (ILS) gemeinsam durchgeführt.

    pd/mt/sna

     

     

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    Tags:
    Europa, USA, Raumfahrzeug, kommerzielle Raumfahrt, Weltraum, Roskosmos, Satelliten