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10:57 13 November 2019
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    Ausschreitungen während Massenprotesten in Quito, Ecuador

    Wegen Attacken: Rotes Kreuz stellt Nothilfe in Ecuador vorübergehend ein

    © REUTERS / IVAN ALVARADO
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    Die Niederlassung des Roten Kreuzes in Ecuador hat angesichts der Massenproteste im Lande die vorübergehende Einstellung der Nothilfeleistung auf dem ganzen Territorium des Landes nach einer Reihe von Angriffen auf ihre Mitarbeiter verkündet. Dies ist einer Erklärung der Organisation zu entnehmen.

    „Ecuadors Rotes Kreuz stellt wegen der ausstehenden Garantien zur Gewährleistung der Sicherheit seines Personals die Nothilfeleistung (Arbeit von Ambulanzwagen und Hilfsärzten) vorübergehend ein“, heißt es in der Erklärung.

    Wie die Vertreter der Niederlassung des Roten Kreuzes in Ecuador bei der Pressekonferenz am Mittwoch mitteilten, seien seit Anfang der Proteste im Lande fünf Zentren der Organisation sowie Mitarbeiter des Roten Kreuzes, die in den Ambulanzwagen tätig sind, Angriffen ausgesetzt gewesen.

    Laut dem Papier der Organisation habe auch das Zentrum für Blutspende Schwierigkeiten wegen des Rückganges der Blutspenderzahl und wegen Straßensperren, was die Lieferung von nötigen Stoffen behindere.

    Anfang Oktober begannen in Ecuador Manifestationen von Bürgern, die mit den Wirtschaftsreformen der Regierung unzufrieden sind. Den Mitarbeitern von Verkehrsbetrieben schlossen sich Vertreter von gesellschaftlichen Organisationen an. Es wurde die fristlose Mobilisierung der indigenen Bevölkerung zum Protest gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung angekündigt.

    Der ecuadorianische Präsident hatte im Zusammenhang mit den Protesten den Ausnahmezustand ausgerufen und den Hauptsitz der Regierung aus Quito in die Großstadt Guayaquil im Westen des Landes verlegt.

    Laut jüngsten Angaben des Innenministeriums sind infolge der Proteste in Ecuador fast 450 Menschen, einschließlich Polizisten, verletzt worden. Mehr als 700 Personen seien festgenommen worden.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Wirtschaftspolitik, Reformen, Massenproteste, Ecuador