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12:11 19 Oktober 2019
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    Iranischer Tanker im Roten Meer (Archivbild)

    Rotes Meer: Explosion auf iranischem Öltanker – offenbar Anschlag – ISNA

    © AP Photo / SHANA / Handout
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    Unweit des Hafens Dschidda in Saudi Arabien hat sich auf einem Öltanker, der dem nationalen Ölunternehmen des Irans gehört, eine Explosion ereignet, meldet die Agentur ISNA.

    Kein Crew-Mitglied erlitt laut der Agentur Verletzungen. Zwei der wichtigsten Ölbehälter des Schiffes seien beschädigt worden. Wegen des Lecks sei Erdöl ins Rote Meer geflossen.

    Der Tanker befinde sich etwa 60 Meilen (rund 100 Kilometer) vor Dschidda. Experten gehen der Agentur zufolge der Explosionsursache nach. Vermutlich sei es ein terroristischer Angriff.

    Die Lage sei vollständig unter Kontrolle, so ISNA.

    Vermutliche Ursache genannt

    Wie der örtliche Sender PressTV unter Berufung auf das Unternehmen berichtet, sei es am Freitag am Schiff zu zwei Explosionen gekommen. Sie hätten sich jeweils um fünf und um 5.20 Uhr (Ortszeit) ereignet.

    Vermutlich seien die Detonationen durch Raketenangriffe verursacht worden; das Schiff sei dadurch in Brand geraten.

    Mitteilung der Firma

    Der Pressedienst des Unternehmens National Iranian Tanker Company (NITC) teilte gegenüber Sputnik mit, es sei am Freitag um 5.20 Uhr auf einem 60 Meilen süd-westlich von Dschidda entfernten Schiff zu einer Explosion gekommen.

    Eine mögliche Ursache der Detonation sei ein Raketenangriff gewesen. Die Firma dementierte jedoch die Informationen über einen Brand sowie eine starke Öl-Leckage.

    Außenamt bestätigt Informationen über Attacke

    Das iranische Außenministerium bestätigte die Informationen über eine Attacke auf den Tanker. Wegen des Zwischenfalls sei es zu einem großen Erdöl-Leck gekommen. Die Umwelt sei stark verschmutzt worden.

    Zwei Schläge seien gegen das Schiff verübt worden, so der offizielle Vertreter des Amtes,  Abbas Musawi. Teheran ermittle nun, wer hinter der Attacke stehe.

    „Eine vom nationalen Ölunternehmen des Irans durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass der iranische Tanker (…) zweimal im Abstand von ungefähr 30 Minuten angegriffen und beschädigt wurde“, teilte der Sprecher mit.

    Spannungen in Straße von Hormus

    Im Juni waren in der Straße von Hormus, auf die 40 Prozent des gesamten auf hoher See beförderten Öls entfallen, zwei Tankschiffe Saudi-Arabiens sowie Schiffe der VAE und Norwegens von Unbekannten attackiert worden. Die Amerikaner warfen den Angriff dem Iran vor und schickten den Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ und vier B-52-Bomber in den Persischen Golf. Die internationale Gemeinschaft befürchtete, dass im Persischen Golf ein neuer Krieg ausbrechen könnte.

    ai/mo/ae/rtr

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    Tags:
    Öltanker, Iran, Rotes Meer