22:52 14 Dezember 2019
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    Was in der Nacht geschah

    Halle-Attentäter mit Sprengstoff, Trump will in Syrien vermitteln, Kiew geht US-Wahl-Eingriff nach

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    Nachrichtenüberblick: Große Sprengstoff-Menge im Auto des Halle-Attentäters gefunden; US-Präsident Trump will in Nordsyrien vermitteln; Ukraine möchte eigene Einmischung in US-Präsidentschaftswahlen 2016 untersuchen; Neue Hoffnung keimt im Brexit-Streit; Unternehmensberatung McKinsey sieht Rückkehr von Plattenbauten.

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kurzform, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Sprengstoff im Auto des Halle-Attentäters gefunden

    Nach Aussage des Generalbundesanwaltes Frank, fanden die Ermittler im Auto des Hallenser Attentäters eine große Menge Sprengstoff vor. Demnach habe der Tatverdächtige vier Kilogramm „in zahlreichen Sprengvorrichtungen“ mitgeführt. Der Generalbundesanwalt hat am Abend Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen. Der Mann war dazu in Karlsruhe den Ermittlungsbehörden der Bundesanwaltschaft zugeführt worden. In Halle versammelten sich am späten Abend bis in die Nacht hunderte Menschen zu Mahnwachen, stillen Andachten und Schweigemärschen.

    Trump will Vermittler in Syrien sein

    Die fortgesetzte türkische Militäraktion gegen kurdische Milizen in Nordsyrien belastet das Verhältnis der Türkei zu seinen unmittelbaren Nachbarn, zur EU, aber auch innerhalb der Nato. Nachdem US-Präsident Trump mit seinem angekündigten Abzug von US-Truppen aus dem jetzigen Operationsgebiet der türkischen Truppen überhaupt erst den Weg freigemacht hat und dafür im eigenen Land heftig kritisiert wird, will er nun als Vermittler im Konflikt auftreten, wie er in einer Twittermeldung andeutete. Zugleich drohte der US-Präsident ein weiteres Mal mit harten Strafmaßnahmen gegen die türkische Wirtschaft. Unterdessen scheiterte eine Initiative der fünf derzeitigen EU-Staaten im Weltsicherheitsrat, ein Ende der Militäroperation zu initiieren.

    Kiew will Einmischung in US-Wahlen 2016 untersuchen

    Der ukrainische Präsident Selenskyi hat angekündigt, dass sein Land einer möglichen Einmischung in die US-Präsidentschaftswahlen 2016 nachgehen wird. Damit entspricht der ukrainische Staatschef offenbar einer Bitte von US-Präsident Donald Trump, die er in einem umstrittenen Telefonat mit seinem Amtskollegen in Kiew geführt hat und das infolge zu schweren innenpolitischen Verwerfungen in den USA geführt hat. Die Demokratische Partei strebt deswegen ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump an. Unterdessen wurden in den USA zwei Personen festgenommen, die enge Verbindungen zum Anwalt des US-Präsidenten Giuliani haben sollen.

    Minimalhoffnung für Brexit-Einigung

    Angeblich haben sich Großbritannien und Irland in der strittigen Grenzfrage zwischen Irland und Nordirland in entscheidendem Maße angenähert. So jedenfalls klingt eine gemeinsame Erklärung, die nach einem Gespräch zwischen dem britischen Premier Johnson und seinem irischen Amtskollegen Varadkar in London und Dublin verbreitet wurde. Die EU will nun nach eigenen Angaben die Mitteilung danach ausloten, wie belastbar diese angebliche Einigung ist. Dazu will sich Chefunterhändler Barnier mit dem britischen Brexit-Minister treffen und die anderen 27 EU-Staaten informieren. Danach soll entschieden werden, ob sich weitere Verhandlungen mit London lohnen.

    Unternehmensberater McKinsey glaubt an Renaissance der Plattenbauten

    Die weltweit aktive Unternehmensberatungsgesellschaft McKinsey ist der Überzeugung, dass eine Wiederentdeckung der Vorzüge von Plattenbauten bevorsteht. Angesichts des enormen Bedarfs an neuem Wohnraum, aber steigender Kosten und Fachkräftemangels in der Baubranche könnten Fertighäuser und Plattenbauten nach einer jetzt veröffentlichten Studie von McKinsey eine weltweite Renaissance erleben. Die Analysten bei McKinsey schätzen, dass schon 2030 in Europa und den USA das Errichten dieser vor allem in Ostdeutschland nicht gerade populären Bauten dennoch ein Marktvolumen von 130 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Die Kosten ließen sich um mehr als 20 Prozent reduzieren und die Bauzeiten in Idealfällen sogar um bis zu 50 Prozent.

    ap/ae/dpa

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    Tags:
    Kiew, Donald Trump, Deutschland, Halle, Syrien