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11:28 19 Oktober 2019
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    Lage im japanischen Ichihara (Präfektur Chiba) am 12. Oktober 2019

    Mega-Taifun nimmt Kurs auf Japan: Ausläufer fordern Todesopfer – Fotos und Videos

    © AFP 2019 / STR
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    Der tropische Wirbelsturm „Hagibis“, den die Behörden mit der höchsten Gefahrenstufe bewerten, nähert sich Japan vom Süd-Osten her an. Ein Todesopfer ist am Samstag in der Präfektur Chiba am Südostrand der Insel Honshu zu beklagen. Weitere fünf Personen erlitten Verletzungen.

    In Chibas Großstadt Ichihara unweit von Tokio kippte ein Kleinlastwagen in den Sturmböen um. Ein sich im Fahrzeug befindender Mann starb. Darüber hinaus wurden zwei Erwachsene und drei Kinder verletzt, als der Wind ihr Haus zerstörte.

    Für die im zentralen Teil des Landes liegenden Präfekturen Tokio, Gunma, Saitama, Kanagawa, Yamanashi, Nagano und Shizuoka gilt die höchste Gefahrenstufe wegen Regengefahr. Millionen Menschen wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

    Stromausfälle, Verkehr lahmgelegt, Flughäfen geschlossen 

    Der Taifun ließ mehr als 770.000 Einwohner der Präfektur Chiba ohne Strom. Luftfahrtgesellschaften strichen fast 2000 Flüge. In Japans Hauptstadt wurde der Bahn- und U-Bahnverkehr beinahe gestoppt. Deswegen wurde die Entscheidung getroffen, den Betrieb von zwei Flughäfen Tokios voraussichtlich bis zum 13. Oktober einzustellen.

    Auf den rund 100 bis 350 Kilometer von Tokio entfernten Izu-Inseln sind 900 beziehungsweise 1400 Telefon- und Internetleitungen laut dem örtlichen Fernsehsender NHK außer Betrieb.

    Der stärkste Taifun seit 60 Jahren

    Der Wirbelsturm „Hagibis“ erreicht nahe seines Zentrums Windgeschwindigkeiten von 162 Kilometern pro Stunde mit Windböen von bis zu 234 Kilometern pro Stunde. Der Wirbelsturm könnte in der Nacht auf Sonntag Tokio treffen. Erwartet wird, dass er neben der Hauptstadt die Gebiete der pazifischen Küste des Landes heimsuchen wird.

    Meteorologen rechnen damit, dass „Hagibis“ die schwersten Regenfälle und Sturmböen seit 60 Jahren mit sich bringen wird. 1958 kostete der Taifun „Ida“ mehr als 1200 Menschen in der Region das Leben.

    mo/ae/sna/rtr

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    Tags:
    Taifun, Japan