07:19 18 November 2019
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    Gewöhnlicher Stinkmorchel

    „Aasartiger Geruch“ und Form des männlichen Begattungsorgans – Und der neue Pilz des Jahres ist…

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    Die deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) hat am 13. Oktober den neuen „Pilz des Jahres“ gekürt.

    Bei dem Pilz, der unter dem Namen Stinkmorchel (lat. Phallus impudicus) bekannt ist, entwickelt sich anfangs eine mit dem Fachnamen Hexenei bezeichnete Knolle. Danach wächst der Fruchtkörper sehr schnell, und zwar bis zu zwei Millimeter die Minute. Der „fertige“ Pilz ist dann bis zu 20 Zentimeter hoch und 4,5 Zentimeter breit.

    Laut der DGfM gibt es in Deutschland nur wenige Pilze, die man riecht, bevor sie erblickt werden können. Außerdem sind „neben dem Aasgeruch der Stinkmorchel (…) insbesondere die einem männlichen Begattungsorgan ähnelnden Fruchtkörper auffällig“, berichtet die Gesellschaft.

    Die Stinkmorchel hat ihren Namen ihrer Sporenmasse zu verdanken, die an der Pilzspitze verschleimt. Ein ausgewachsener Pilz verströmt wegen der Sporen „einen intensiven, aasartigen Geruch“, der Insekten, und vor allem Fliegen anlockt. Diese nehmen die Sporen unwissentlich mit und verbreiten die Stinkmorchel überall in ihrem Umfeld.

    Dabei soll man sich vom Gestank nicht täuschen lassen, denn die Hexeneier können wie Bratkartoffel zubereitet und gekocht werden. „Der weiße Kern des Hexeneis gilt bei manchen Sammler/Innen als Delikatesse“, erklärt die DGfM.

    dg/ae

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    Pilze