22:10 16 November 2019
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    Luftverschmutzung (Symbolbild)

    Europa: Hunderttausende Todesfälle wegen Luftverschmutzung

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    Trotz einer Verbesserung der Luftqualität in Europa führt die anhaltende Luftverschmutzung weiterhin jährlich zu Hunderttausenden vorzeitigen Todesfällen auf dem Kontinent. Darüber berichtet dpa am Mittwoch.

    Wie die Europäische Umweltagentur (EEA) in Kopenhagen mitteilte, starben im Jahr 2016 rund 400.000 Menschen in der EU vorzeitig, weil sie Feinstaub, Stickstoffdioxid und bodennahem Ozon ausgesetzt waren.

    Beinahe alle in Städten lebenden Europäer seien einer Luftbelastung ausgesetzt, die über die empfohlenen Werte der Weltgesundheitsorganisation WHO hinausgehe, urteilte die Behörde in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht zur Luftqualität in Europa. Eine Verringerung der Luftverschmutzung würde vorzeitige Todesfälle verringern und die Produktivität steigern. Die Einwohner vieler europäischer Städte forderten zudem eine sauberere Luft für sich und ihre Kinder ein.

    „Europa hat jetzt die einmalige Gelegenheit, um eine ambitionierte Agenda aufzustellen, mit der die systematischen Ursachen von Umweltbelastungen und Luftverschmutzung angegangen werden“, erklärte EEA-Direktor Hans Bruyninckx. Es sei an der Zeit, die Veränderungen in den Bereichen Energie, Lebensmittel und Transport zu beschleunigen.

    Laut dem Portal Spiegel online hat die EEA in ihrem aktuellen Bericht die Gefahr verschiedener Luftschadstoffe für 41 Länder im Jahr 2016 bewertet. Dafür nutzten die Forscher die Daten von mehr als 4000 Messstationen in ganz Europa. Demnach starben 412.000 Menschen vorzeitig durch Feinstaub-Partikel, die kleiner sind als 2,5 Mikrometer und tief in die Atemwege eindringen können. Rund 374.000 Todesfälle betrafen Menschen in der Europäischen Union.

    71.000 Menschen starben vorzeitig, weil sie Stickstoffdioxid ausgesetzt waren. Das Gas bereitet vor allem Asthmatikern Probleme.

    Wegen bodennahen Ozons starben dem Bericht zufolge 15.100 Menschen vorzeitig, der Stoff kann ebenfalls die Atemwege beeinträchtigen.

    ls/dpa/sb

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    EU, Europa