07:53 22 Oktober 2020
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    Eine internationale Ermittlergruppe aus den USA, Südkorea, Deutschland und weiteren Staaten hat eigenen Angaben zufolge die bisher größte Internetseite für Kinderpornografie im Darknet deaktiviert. Weltweit sind 337 Nutzer der Plattform verhaftet und angeklagt worden, gab das US-Justizministerium am Mittwoch bekannt.

    Außerdem seien 23 betroffene Kinder aus andauernden Missbrauchssituationen gerettet worden.

    Ausgehoben wurde die Plattform „Welcome to Video“ schon im März 2018. Anonyme Nutzer finanzierten sie durch Bitcoin-Zahlungen. Etwa acht Terabyte Daten seien im Ergebnis der Ermittlungen sichergestellt worden, darunter rund 250.000 Videos mit kinderpornografischen Inhalten, hieß es. Vorher seien fast die Hälfte der Aufnahmen und Videos sonst nirgends im Netz aufgetaucht, so die Ermittler.

    Bei der Webseite seien ungefähr eine Million Bitcoin-Adressen registriert gewesen. Dies deute darauf hin, dass es insgesamt bis zu eine Million Nutzer gegeben haben könnte.

    Bei dem mutmaßlichen Webseiten-Betreiber handelt es sich um den 23 Jahre alten Südkoreaner Jong Woo Son. Die US-Justiz hat ihn nun in neun Punkten angeklagt. Der Mann wurde bereits in Südkorea verurteilt und muss dort eine Strafe im Gefängnis absitzen.

    jeg/sb/dpa

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    Tags:
    Festnahme, Ermittlungen, Webseite, Kinderpornografie