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11:27 13 November 2019
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    Was in der Nacht geschah

    Bürgerwehr in Sachsen, Klimapaket sozial ungerecht, Mehr freie Zeit beliebter als mehr Geld

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    Nachrichtenüberblick: US-Repräsentantenhaus verurteilt Trumps Truppenabzug; Kataloniens Regierungschef verurteilt erstmals öffentlich Krawalle; Bürgerwehr in Sachsen; Wachsende Gefahr durch stille Radikalisierung; Klimapaket sozial ungerecht; Mehr freie Zeit beliebter als mehr Geld

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    US-Repräsentantenhaus verurteilt Trumps Truppenabzug

    Das US-Repräsentantenhaus hat den von Präsident Donald Trump angeordneten Truppenabzug aus Nordsyrien mit großer Mehrheit verurteilt. 354 Abgeordnete stimmten für eine entsprechende überparteiliche Resolution, nur 60 dagegen. Mit der Resolution wird der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan außerdem zu einem Abbruch der Offensive aufgefordert. Kritiker werfen Trump vor, mit dem Truppenabzug Erdogan den Weg für den umstrittenen Einmarsch geebnet zu haben. Trump weist die Vorwürfe zurück und argumentiert, er wolle die US-Soldaten aus endlosen Kriegen zurückholen.

    Kataloniens Regierungschef verurteilt erstmals öffentlich Krawalle

    Nach neuen Ausschreitungen von Separatisten in Katalonien hat der Chef der Regionalregierung erstmals die jüngsten Gewaltausbrüche öffentlich kritisiert. Das müsse sofort aufhören. Es gebe weder einen Grund oder eine Rechtfertigung dafür, Autos in Brand zu stecken, noch für andere vandalische Aktionen, sagte Regionalpräsident Quim Torra in der Nacht in einer vom Fernsehen übertragenen Erklärung. Die Unabhängigkeitsbewegung habe Gewalt stets verurteilt und tue das auch jetzt.

    Bürgerwehr in Sachsen

    Die Polizei stoppte am Dienstagabend in Döbeln in Sachsen drei Männer, die in roten Westen durch die Stadt patrouillierten. Nach eigener Aussage hatte das Trio gerade nach Cannabis riechende Ausländer verjagt. Bereits am Abend zuvor hatten die Beamten vier Mitglieder der Bürgerwehr auf Streife am Obermarkt erwischt. Die Polizei ordnet die Gruppierung eindeutig der Neonazi-Szene zu. Polizeichefin Penzel will nun alle rechtlichen Möglichkeiten konsequent ausschöpfen, um das Treiben der Neonazi-Bürgerwehr zu unterbinden.

    Wachsende Gefahr durch stille Radikalisierung

    Im rechten Spektrum wächst aus Sicht von Berlins Polizeipräsidentin die Gefahr einer Radikalisierung im Verborgenen, etwa über das Internet. Man dürfe die Augen nicht davor verschließen, dass man auch potenzielle Täter haben könne, die nicht auf dem Radar der Sicherheitsbehörden sind, sagte Barbara Slowik der dpa. Sie meine, dass auch gerade im Bereich Rechts die Gefahr der Radikalisierung im Stillen wachse.

    Klimapaket sozial ungerecht

    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat das Klimapaket als sozial ungerecht kritisiert. Nach Berechnungen der Wirtschaftsforscher werden durch die geplante CO2-Bepreisung vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen belastet. Gleichzeitig gebe die Regierung zu wenig Geld aus den CO2-Einnahmen an die Bürger zurück.

    Mehr freie Zeit beliebter als mehr Geld

    Eine Mehrheit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst hätte nach einer Umfrage lieber kürzere Arbeitszeiten als mehr Lohn. Hätten sie die Wahl, dann würden 57 Prozent der Befragten die tariflichen Gehaltssteigerungen zur Verkürzung ihrer Arbeitszeit eintauschen, ergab die Erhebung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Befragt wurden mehr als 210 000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst und bei Arbeitgebern, die sich an Tarifverträgen des öffentlichen Diensts orientieren.

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    Tags:
    Radikalisierung, Rechtsextremismus, Katalonien, Türkei, Syrien, Sachsen