08:25 29 Februar 2020
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    Der frühere Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Horst R. Schmidt, hat seine Aussagen in der WM-Affäre korrigiert und so Ex-Verbandschef Theo Zwanziger vom Vorwurf der vorsätzlichen Täuschung wegen einer dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro entlastet. Dies meldet die Deutsche Presse-Agentur (DPA) unter Verweis auf neue Dokumente.

    Demnach hat Schmidt bereits im April 2017 in einem Memo festgehalten, dass die im Jahr 2005 an den Weltverband FIFA geflossene Summe einzig zur Finanzierung einer zum damaligen Zeitpunkt geplanten Gala diente. Die Zahlung habe nichts mit der Tilgung eines von Franz Beckenbauer drei Jahre zuvor vom früheren Adidas-Chef Robert-Louis Dreyfus in Anspruch genommenen Darlehens in Höhe von zehn Millionen Schweizer Franken zu tun gehabt.

    Es habe daher keine Täuschung der damaligen Gremien des Organisationskomitees (OK) gegeben, führte Schmidt weiter aus.

    Im Juli 2016 hatte Schmidt vor der Staatsanwaltschaft Frankfurt noch ausgesagt, dass Zwanziger und er davon gewusst hätten, dass es sich bei der vermeintlichen Kostenbeteiligung des WM-Organisationskomitees an der FIFA-Gala um eine Tarnung des eigentlichen Zahlungszwecks gehandelt habe.

    Auf seine Aussage stützt die Staatsanwaltschaft unter anderem ihre Anklage wegen Steuerhinterziehung beziehungsweise Beihilfe zur Steuerhinterziehung, wegen der sich Zwanziger und Schmidt sowie Ex-DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und der ehemalige FIFA-Generalsekretär Urs Linsi demnächst vor dem Landgericht Frankfurt verantworten müssen.

    Alle Beklagten weisen die Vorwürfe energisch zurück.

    pd/ap/dpa

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    Tags:
    Zahlungen, Fußball, Affäre, WM, Deutscher Fußball-Bund (DFB)