06:02 15 November 2019
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    Was in der Nacht geschah

    Neues Brexit-Abkommen, Weißes Haus in Erklärungsnot, Sonderzölle auf EU-Produkte durch die USA

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    Nachrichtenüberblick: Neues Brexit-Abkommen; Weißes Haus in Erklärungsnot; Mehr Schutz für jüdische Einrichtungen; Sonderzölle auf EU-Produkte durch die USA; Sohn von Drogenboss festgenommen; Vater von isolierter Bauernhof-Familie festgenommen

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Neues Brexit-Abkommen

    Zwei Wochen vor dem Brexit-Termin haben sich die Europäische Union und Großbritannien auf eine geregelte Trennung geeinigt, doch die Zitterpartie ist damit noch nicht vorbei. Die 27 verbleibenden Staaten billigten den neuen Deal beim EU-Gipfel. Widerstand gibt es aber im britischen Unterhaus, das am Samstag zustimmen müsste. Im neuen Deal wurde die Garantieklausel für eine offene Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland ersetzt. Die neue Lösung ist komplex, aber auch damit soll es keine Zollkontrollen an der inneririschen Grenze geben.

    Weißes Haus in Erklärungsnot

    Der geschäftsführende Stabschef von US-Präsident Trump, Mick Mulvaney, hat das Weiße Haus mit widersprüchlichen Aussagen in der Ukraine-Affäre in Erklärungsnot gebracht. Mulvaney räumte ein, dass Trump Militärhilfe für Kiew zurückgehalten hat, um sie als politisches Druckmittel einzusetzen. Er sprach von einem üblichen außenpolitischen Vorgehen. Es sei dabei nicht um Ermittlungen gegen den Sohn des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Biden gegangen. Nach den Worten Mulvaneys wollte man die ukrainische Regierung vielmehr unter anderem dazu bewegen, bei einer Untersuchung zur Wahl von 2016 behilflich zu sein.

    Sonderzölle auf EU-Produkte durch die USA

    Die USA erheben seit heute neue Sonderzölle auf Importe aus Europa. Die Abgaben traten um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft. Danach verteuern sich ab sofort unter anderem Käse, Wein, Butter und Olivenöl um 25 Prozent. Beim Import von Flugzeugen werden Zusatzzölle von zehn Prozent fällig. Die USA hatten die Zölle bereits Anfang des Monats als Vergeltung für die EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus angekündigt. Die EU hatte sich vergeblich um eine Lösung des Streits bemüht. Brüssel droht nun mit Sonderzöllen auf US-Produkte und verweist auf Subventionen für den US-Luftfahrtkonzern Boeing.

    Mehr Schutz für jüdische Einrichtungen

    Nach dem antisemitisch motivierten Anschlag von Halle wollen einige Bundesländer mehr Geld für den Schutz jüdischer Einrichtungen bereitstellen. Damit soll unter anderem in Bayern und Sachsen-Anhalt vor allem der bauliche und technische Schutz von Synagogen und anderen Einrichtungen verbessert werden.

    Sohn von Drogenboss festgenommen

    In der mexikanischen Stadt Culiacán ist es zu heftigen Schießereien und der Flucht zahlreicher Häftlinge aus einem Gefängnis gekommen. Daran beteiligt war auch Ovidio Guzmán López, ein Sohn des früheren Drogenbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán. Dieser sei in einem Wohnhaus identifiziert worden, aus dem heraus auf patrouillierende Soldaten geschossen worden war, teilte der mexikanische Sicherheitsminister Alfredo Durazo mit.

    Vater von isolierter Bauernhof-Familie festgenommen

    Im rätselhaften Fall der isolierten Familie auf einem Bauernhof in den Niederlanden ist auch der 67-Jährige Vater festgenommen worden, wie zuvor schon der österreichische Mieter des Hofes. Beide Männer stehen unter Verdacht, die sechs heute erwachsenen Kinder der Familie gegen deren Willen festgehalten zu haben. Neun Jahre lang sollen sie völlig isoliert auf dem Hof gehaust haben. Die Gründe sind zwar weiter unklar. Aber nach der Durchsuchung des Hofes und Vernehmungen schließt die Polizei nicht aus, dass die Hintergründe in einer Art Sekte liegen könnten.

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    Tags:
    Mick Mulvaney, USA, Mexiko, Niederlande, Strafzölle, Halle, Brexit