02:26 29 Januar 2020
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    Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat den geplanten Warnstreik bei der Lufthansa abgesagt. Der Konzern hatte freiwillig höhere Gehälter für die Berufsgruppe angekündigt. Dafür streiken allerdings gleich mehrere Lufthansa-Töchter.

    Demnach werden laut der UFO am kommenden Sonntag zwischen 5.00 und 11.00 Uhr Flüge der deutschen Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress bestreikt.

    Die Streiks sollen bundesweit stattfinden.

    Nach UFO-Schätzung wären insgesamt rund 500 Flüge der gesamten Lufthansa-Flotte in Deutschland betroffen. Lufthansa rechnet mit weniger.

    Der stellvertretende UFO-Vorsitzende Daniel Flohr drohte in diesem Zusammenhang bereits mit weiteren Verschärfungen.

    „Wenn die Arbeitgeber weiter Russisch Roulette mit den Reisenden spielen und Mitarbeiter mit Repressalien bedrohen, dann kann das auch jederzeit ausgeweitet werden“, wird er vom Nachrichtenportal „FOCUS” zitiert.

    UFO fordert von Lufthansa eine Gehaltserhöhung von 1,8 Prozent, von den Tochterairlines unter anderem die Einführung einer betrieblichen Altersvorsorge.

    Urabstimmung in der nächsten Woche

    UFO ruft alle Mitglieder der Konzernairlines auf, bis zum 1. November in Urabstimmungen zu entscheiden, ob sie in unbefristete Streiks treten wollen. Die Gewerkschaft bedauere zwar hierbei die notwendig gewordene Verschärfung, sieht aber keine andere Möglichkeit, um die eigenen Forderungen durchzusetzen.

    Die Lufthansa ihrerseits hält die Streiks der UFO für rechtswidrig. Es sei ungeklärt, ob UFO überhaupt eine Gewerkschaft und damit befugt zur Vertretung der Arbeitnehmer in der Kabine sei. Lufthansa werde deshalb rechtliche Schritte gegen die aus ihrer Sicht wilden Streiks prüfen.

    ng/

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    Tags:
    UFO, Germanwings, Eurowings, Lufthansa