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10:15 13 November 2019
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    Das sind Europas gefährlichste Frauen: Europol startet kreative Kampagne

    © AP Photo / Jiri Buller
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    Sie sollen gemordet, betrogen und geraubt haben: Mit einer neuen Kampagne ruft das Europäische Polizeiamt die Bevölkerung zur Mithilfe beim Aufspüren der meistgesuchten Verbrecherinnen Europas auf. Von den 21 Personen der Most-Wanted-Kampagne sind in diesem Jahr 18 Frauen.

     „Verbrechen kennt kein Geschlecht“, heißt die Aktion der europäischen Polizeibehörde in Den Haag. Gesucht werden die Frauen wegen Verbrechen wie Mord, Menschenhandel, Betrug oder Raub.

    Europol will nach eigenen Angaben das Bewusstsein dafür schaffen, dass es auch Täterinnen gibt.

    „Frauen sind genau wie Männer in der Lage, schwere Verbrechen zu begehen“, betonen die Ermittler.

    In den vergangenen Jahrzehnten sei die Zahl der Frauen, die kriminell würden, gestiegen – wenn auch langsamer als die vergleichbare Zahl bei den Männern.

    Auf der Onlineplattform eumostwanted.eu sind die Fotos der Gesuchten zunächst mit Masken verdeckt. Beim Draufklicken wird das Gesicht enthüllt, zusätzlich werden Informationen zur Person und zu den ihr angelasteten Verbrechen sichtbar. Europol spricht von einer „Maskerade des Verbrechens“. Tipps zu den Gesuchten können direkt auf der Website anonym hinterlassen werden. Sie werden dann an die entsprechenden nationalen Ermittler weitergegeben.

    Unter den meistgesuchten Frauen Europas sind Elisabeth Gertrude Skarits – eine 63-jährige Österreicherin, die 4,2 Millionen Euro unterschlagen haben soll, sowie die Russin Elena Puzyrevich (39), die wegen Menschenhandels verurteilt wurde.

    Die Most-Wanted-Aktion von Europol läuft bereits seit drei Jahren. Bisher wurden nach Europol-Angaben 69 der Gesuchten festgenommen. In mindestens 21 Fällen sei der entscheidende Tipp über die Website gekommen.

    sm/gs

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