20:15 14 November 2019
SNA Radio
    Rettungskräfte in der sibirischen Region Krasnojarsk nach dem Dammbruch

    Tragödie in Sibirien: Zahl der Todesopfer nach Dammbruch steigt weiter

    © Sputnik / Pressedienst der Katastrophenschutzbehörde der Region Krasnojarsk
    Panorama
    Zum Kurzlink
    1225
    Abonnieren

    Insgesamt 17 Menschen sind laut der Sprecherin des Ermittlungskomitees Russlands, Swetlana Petrenko, bei dem jüngsten Dammbruch in der sibirischen Region Krasnojarsk ums Leben gekommen.

    Petrenko präzisierte am Dienstag: „Entdeckt wurden die Leichen zweier Vermisster.“

    Drei weitere abgängige Personen werden demnach weiter gesucht.

    Dammbruch in Sibirien

    Zum Zwischenfall kam es in der Nacht auf Samstag um zwei Uhr (Ortszeit; 21.00 Uhr MESZ) unweit des Dorfes Schtschetinkino am Fluss Sejba, rund 250 Kilometer von der Hauptstadt der Region, Krasnojarsk, entfernt. Der zu einer Goldmine gehörende Staudamm brach. Der vier bis fünf Meter tiefe Schlammstrom erfasste zwei temporäre Wohngebäude der dort beschäftigten Arbeiter. Bei dem Dammbruch kamen laut damaligen Informationen 15 Menschen ums Leben. Fünf Menschen galten dabei als vermisst.

    Dammbruch in der Region Krasnojarsk
    © Sputnik / Russlands Katastrophenschutzministerium in der Region Krasnojarsk
    Später entdeckte das Ermittlungskomitee Russlands, dass bei dem Wassereinbruch eigentlich fünf Staudämme zerstört worden waren. Die Bauten seien illegal zur Ableitung des Grundwassers auf dem Grundstück errichtet worden, auf dem die Goldgewinnung betrieben worden sei, hieß es.

    Nach Informationen der Ermittler hatte der Angestellte, der für die Organisierung und Durchführung der Arbeiten zuständig war, keine entsprechende Berufsausbildung.

    ak/ae/sna

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Tote und Verletzte, Tragödie, Swetlana Petrenko, Krasnojarsk, Russland