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    Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg, im Oktober vergangenen Jahres, hat das Gericht eine aufgeheizte Atmosphäre bei den Verhandlungen beklagt. Es herrsche im Gerichtssaal eine „konfliktbeladene Stimmung“, so der Vorsitzende Richter. Fußfesseln wurden angeordnet.

    Die Angeklagten fielen durch «undiszipliniertes Verhalten» auf, sagte Richter Stefan Bürgelin. Schon kleinste Anlässe sorgten für «impulshafte Ausbrüche einzelner Angeklagter». So seien Zeugen von ihnen bereits mehrfach beleidigt worden.

    Da die die Sicherheit gefährdet sei und um Angriffe oder eine Flucht zu verhindern, müssen jene acht der insgesamt elf Angeklagten, die in Untersuchungshaft sind, weiterhin Fußfesseln tragen. Verteidiger hatten beantragt, auf diese zu verzichten.

    Begonnen hatte der Prozess Ende Juni vor dem Landgericht Freiburg. Angeklagt sind elf Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren - die meisten von ihnen Flüchtlinge - wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung. Ihnen wird vorgeworfen, in der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober vergangenen Jahres eine 18-Jährige in Freiburg vor einer Disco in einem Gebüsch vergewaltigt oder ihr nicht geholfen zu haben. Sie bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen.

    ba/dpa

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    Tags:
    Migranten, Prozess, Vergewaltigung, Freiburg, Deutschland