07:25 15 November 2019
SNA Radio
    Belgischer Soldat während der Übungen (Archiv)

    Belgische Armee will auf Kompass und Karten umsteigen – GPS gefährdet

    © AFP 2019 / KURT DESPLENTER / BELGA
    Panorama
    Zum Kurzlink
    273038
    Abonnieren

    Die belgische Armee muss erneut mit Karten und Kompassen trainieren – nicht aus Nostalgie, sondern aus Notwendigkeit.  Das Armeekommando ist nach Angaben der Zeitung „De Morgen“ über die Verwundbarkeit von GPS-Geräten besorgt.

    Die Hauptbedrohung für das System geht laut dem Artikel von Russland aus: Während der Nato-Übungen Trident Juncture im vergangenen Jahr soll bewiesen worden sein, dass die GPS-Signale leicht zu stören seien.

    Eine Quelle aus dem Militär sagte gegenüber der Zeitung, dass alle westlichen Armeen GPS für die Navigation verwenden würden, was aber auch Risiken in sich berge:

     „Alle westlichen Armeen nutzen GPS für ihre Navigation. Auf diese Weise werden sie sehr abhängig von dem technologischen System. Ein System, das auch anfällig ist.“

    Während des Trainings der belgischen Armee werde mehr Aufmerksamkeit der Verwendung von Stabskarten und Kompassnavigation gewidmet, so „De Morgen“.

     Das Verteidigungsministerium hat diese Information „aus Gründen der operativen Sicherheit“ nicht kommentiert.

    „Highly-Likely“-Vorwürfe der Unterdrückung von GPS-Signal

    Finnlands Regierungschef Juha Sipilä hatte während des Nato-Manövers „Trident Juncture-2018“, das vom 16. Oktober bis 7. November vergangenen Jahres stattfand, als Erster den Vorwurf erhoben, dass Russland mit GPS-Problemen zu tun gehabt hätte. Seine Version unterstützte das Verteidigungsministerium Norwegens. Allianz-Sprecherin Oana Lungescu bezeichnete die Unterdrückung von GPS-Signalen im Raum der Übungen als „gefährlich und verantwortungslos“.

    Der Kreml erklärte seinerseits, Moskau wisse nichts von einer Einmischung Russlands in das satellitengestützte GPS-Navigationssystem während des Manövers. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, äußerte dazu, dass „jetzt die Tendenz bestehe, Russland generell für alle tödlichen und anderen Sünden verantwortlich zu machen“. Diese Anschuldigungen seien aber in der Regel unbegründet.

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, schloss ihrerseits nicht aus, dass Norwegen den Skandal um GPS während der Nato-Übungen nutzen könnte, um die Aufmerksamkeit von internen Problemen abzulenken.

    sm/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    GPS-Navigationssystem, Karten, NATO, Belgien