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10:19 13 November 2019
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    Deutsche Welle, Mess- und Empfangsstation in Hückeswagen-Bockhacken

    Berichterstattung der Deutschen Welle: Botschafter in Eritrea wegen Bericht einbestellt

    CC BY-SA 3.0 / Frank Vincentz / Wikimedia Commons
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    Der deutsche Botschafter im ostafrikanischen Eritrea ist laut dem Auswärtigen Amt wegen eines Medienberichts einbestellt worden. In dem Gespräch sei es um die Berichterstattung der Deutschen Welle (DW) gegangen, hieß es am Mittwoch aus dem Auswärtigen Amt.

    Nähere Details wurden nicht genannt.

    „Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut und Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie”, hieß es dazu nur aus dem Auswärtigen Amt.

    Die Deutsche Welle sei demnach „ein unabhängiges, nach hohen journalistischen Standards arbeitendes Medium.”

    Die DW selbst wollte sich zunächst nicht zu dem Vorfall äußern.

    Eritreas Informationsminister Yemane Meskel hatte am Montag getwittert, die DW würde „ungezügelt eine Verleumdungskampagne” gegen Eritrea durchführen. Jüngst sei es zu unausgewogenen Online-Berichten über den nationalen Arbeits- und Wehrdienst im Land und den Friedensprozess gekommen. Man habe den Botschafter einbestellt, um eine Klarstellung zu erhalten.

    Eine UN-Untersuchungskommission ihrerseits warf schon zuvor der Regierung des Landes Verbrechen wie Sklaverei, Folter, Verfolgung, Vergewaltigungen und Mord vor.

    Auch seien hat Hunderttausende Eritreer in die Flucht getrieben worden, unter anderem nach Deutschland.

    Im vergangenen Jahr hatte Äthiopien nach 20 Jahren Konflikt mit Eritrea Frieden geschlossen. Auch dafür wurde Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed jüngst den Friedensnobelpreis zugesprochen. Allerdings hat sich laut Menschenrechtlern seit dem Friedensschluss zwischen den beiden Ländern - und der Aufhebung von UN-Sanktionen gegen Eritrea - die Menschenrechtslage in dem Land kaum verbessert.

    ng/dpa

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    Tags:
    Berichterstattung, Botschafter, Deutschland, Eritrea, Deutsche Welle (DW), Deutsche Welle