01:20 21 November 2019
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    Mausoleum des spanischen Diktators Francisco

    Exhuminierung in Spanien: Diktator Franco wird umgebettet

    © REUTERS / SERGIO PEREZ
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    In Spanien werden heute die sterblichen Überreste des früheren Diktators Franco unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit umgebettet. Militärische Ehren wird es nicht geben - vermutlich aber Proteste seiner Anhänger. Dies meldet die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag.

    Der spanische Diktator Francisco Franco (1892-1975) wird am Donnerstag fast 45 Jahre nach seinem Tod und trotz Protesten seiner Anhänger aus seiner Totenruhe geweckt. Die sterblichen Überreste des Tyrannen soll am Vormittag aus Mausoleum Francos im „Valle de los Caídos“ (Tal der Gefallenen) nordwestlich von Madrid exhumiert werden. Anschließend geht es wahrscheinlich mit einem Hubschrauber der Streitkräfte zum Friedhof El Pardo-Mingorrubio am Nordrand der Stadt. Bei schlechtem Wetter soll die Umbettung Regierungsangaben zufolge mit einem Fahrzeug geschehen.

    Proteste der Anhänger erwartet

    Mehr als 20 Mitglieder der Familie Franco, die sich lange gegen die Exhumierung gewehrt hatte, werden im Tal der Gefallenen anwesend sein. Angehörige sollen auch den Sarg aus der Grabstätte tragen. Militärische Ehren wird es nicht geben, auch wird der Sarg nicht mit einer spanischen Flagge bedeckt sein. Die Öffentlichkeit ist von der streng abgeschirmten Umbettung ausgeschlossen. Die Regierung will um jeden Preis vermeiden, dass die umstrittene Exhumierung zu einem Medienspektakel wird. Es werden aber Proteste von Franco-Unterstützern erwartet.

    Umstrittene Umbettung

    Das Grab befindet sich bisher in einer riesigen Basilika, die von Zwangsarbeitern noch zu Lebzeiten Francos in den Fels getrieben wurde und eine Pilgerstätte für Anhänger des faschistischen Diktators ist. Der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte kurz nach seiner Amtsübernahme im Juni 2018 trotz vieler Proteste auch aus den Reihen der konservativen Parteien angekündigt, die Gebeine an einen anderen Ort bringen lassen zu wollen.

    Nach monatelangen Debatten hatte das Oberste Gericht in Madrid im September grünes Licht für die umstrittene Umbettung gegeben. Seit dem Wochenende wurde schweres Gerät zu der Grabstätte gebracht, um das von einer tonnenschweren Steinplatte bedeckte Grab zu öffnen. Die Familie will anschließend auf dem Friedhof El Pardo-Mingorrubio, auf dem auch Francos Witwe Carmen Polo begraben liegt, eine Messe abhalten. Die Regierung bezifferte die Kosten für die Umbettung auf rund 63.000 Euro.

    General Franco hatte 1936 gegen die Regierung der spanischen Republik geputscht. Es folgte ein fast dreijähriger Bürgerkrieg, den Franco 1939 gewann. Er regierte Spanien bis an sein Lebensende im November 1975. Nach seinem Tod leitete König Juan Carlos den Übergang zur Demokratie mit ersten freien Wahlen 1977 ein.

    pd/tm/dpa

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    Tags:
    Sicherheitsvorkehrungen, Mausoleum, Friedhof, Proteste, Anhänger, Umbettung, Exhumierung, Spanien