01:12 15 Juli 2020
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    Ein Gericht in Bangladesch hat am Donnerstag 16 Angeklagte wegen des grausamen Mordes an einer 19-jährigen Koran-Schülerin zur Todesstrafe verurteilt. Das teilte der TV-Sender „NDTV“ mit.

    „Dieses Verdikt zeigt, dass kein Mörder in Bangladesch ungestraft davonkommt. Alle müssen wissen, dass das Gesetz bei uns vorrangig ist“, sagte der Staatsanwalt Hafez Ahmed nach der Urteilsverkündung vor der Presse.

    Die junge Frau hatte dem Leiter ihrer Koran-Schule sexuelle Belästigung vorgeworfen und ihn bei der Polizei angezeigt. Laut lokalen Medienberichten wurde die 19-jährige Nusrat Jahan Rafi am 6. April auf dem Schuldach von dem Schulleiter treuen Schülern gefesselt, mit Kerosin übergossen und in Brand gesteckt, nachdem sie sich geweigert hatte, die Anzeige wieder zurückzuziehen. Nusrat Jahan Rafi erlitt Verbrennungen an 80 Prozent ihres Körpers und erlag wenige Tage später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Vor ihrem Tod konnte sie einige der Täter als ihre Kommilitonen identifizieren.

    Mord löste tagelange Proteste aus

    Der Fall der 19-jährigen Nusrat Jahan Rafi hatte im April landesweit für eine Protestwelle gesorgt. Im Rahmen der Ermittlungen wurden 16 Menschen festgenommen, von denen die meisten dann ihre Beteiligung am Mord zugegeben hatten. Indes beklagen Menschenrechtsorganisationen in Bangladesch eine wachsende Zahl von Vergewaltigungen und Belästigungen wegen unzureichender Strafverfolgung.

    ns/tm

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    Tags:
    Protestwelle, Gericht, Verbrennung, Schülerin, Mord, Bangladesch